Virtuelle Kompetenzen – vom eLearner zum eTutor

Nachdem ich bereits im vorangegangenen ersten Semester Sozialökonomie viele Kurse des Grundstudiums absolviert habe, vor denen ich relativ großen Respekt hatte, da ich nicht abschätzen konnte, wie leicht oder schwer mir das Lernen der Inhalte fallen würde, kann ich im laufenden zweiten Semester auch eine Reihe von Zusatzkursen an anderen Fakultäten belegen (jedenfalls meine ich das zum derzeitigen Zeitpunkt, es wäre möglich, dass ich diese Sichtweise im Verlauf des Semesters revidieren muss).

Jedenfalls habe ich neben dem bereits erwähnten Seminar “Hypermedialisierung von Bewegtbildinhalten” auch einen Kurs “Virtuelle Kompetenzen – vom eLearner zum eTutor” belegt, der von Dr. Angela Peetz, Leiterin des zentralen eLearning-Büros angeboten wird (wie bereits an anderer Stelle erwähnt, bin ich selbst auch im zentralen eLearning-Büro beschäftigt, es handelt sich also um einen Kurs bei meiner Chefin).

Der Inhalt des Kurses wird offiziell (STiNE Eintrag) folgendermaßen beschrieben:

In den meisten Organisationen gibt es eine Entwicklungen hin zu computergestützten Lern- und Arbeitsformen und virtuellen Teams, die über fach-, nationale und kulturelle Grenzen sowie Zeitzonen hinweg zusammenarbeiten. Um diese Prozesse zu gestalten und effektiv zu nutzen, benötigen Hochschulabsolventen fachunabhängige Kompetenzen in diesem Bereich.

Diese Grundidee ist für das Kursangebot maßgebend. Die Kurszusammensetzung ist gezielt interdisziplinär ausgerichtet und die Teilnehmenden sollen nicht nur Wissen erwerben, sondern erfahrungsnah lernen, wie Zusammenarbeit und Lernprozesse technologiegestützt funktionieren können. “Dieser Kurs macht wirklich Spaß!”, sagen darum die Teilnehmenden aus vergangenen Kursen.

Vor allem folgende Inhalte werden – kompatibel zur Kursidee vor allem in Online-Einheiten(!) – behandelt, erfahren und gemeinsam erarbeitet:

  • Virtuelle Teamarbeit: Wie funktioniert sie, was ist zu beachten?
  • Was ist eLearning? Vor- und Nachteile von eLearning, eLearning-Szenarien im Einsatz
  • Was sind eLearningmethoden? Welche Methoden gibt es und wie wendet man sie an? Wie schreibe ich ein Drehbuch für eLearning?
  • Welche Lernstile und Lerntypen gibt es und wie wirken sich Lernstile auf die Gestaltung der Lernprozesse aus?
  • Welche Besonderheiten gibt es bei der Onlinekommunikation und -moderation?
  • Welche Feedback- und Motivationselemente können im eLearning eingesetzt werden und wann ist der Einsatz sinnvoll?

Am Kursende werden in der Kleingruppe technologiegestützte Lernprozesse aktiv durchgeführt bzw. begleitet, z.B. zu den Themen Zeitmanagement, eAssessment, Plagiate, Medieneinsatz, wiss. Arbeiten, wiss. Recherche.

Gestern gab es zu diesem Seminar den zweiten (von insgesamt drei) Präsenzterminen, alles weitere wird online, in der Lernplattform OLAT stattfinden. Zunächst kann ich noch nicht so recht abschätzen, welcher Arbeitsaufwand dort auf mich zukommt, für den Anfang war lediglich ein Vorstellen, in Form eines Wiki-Artikels und eines Foreneintrages nötig. In meinem vierer-Team, welches wir gestern gebildet haben, werden wir eine Lerneinheit zu dem Thema “Medieneinsatz” erstellen. Das passt thematisch sehr gut zu meinem derzeitigen Interessenfeld und lässt sich vielleicht sogar mit meinem anderen Seminar (Hypermedialisierung) kombinieren… mal sehen.

Was den gestrigen Präsenztermin (10.00 bis 17.00 Uhr, in erster Linie zum kennenlernen) angeht möchte ich nochmals festhalten, dass ich nicht damit gerechnet hätte, soviele sympathische Kommilitonen aus verschiedensten Fachbereichen kennenzulernen. Diese Aussage hat bereits in der gestrigen, abschließenden, Feedbackrunde ein Raunen im Saal erzeugt. Anscheinend habe ich dabei ein bischen den Eindruck vermittelt, Vorurteile gegenüber Studierenden anderer Fachbereiche (als Sozialökonomie) zu haben. Tatsächlich wollte ich damit aber eher zum Ausdruck bringen, dass ich es überhaupt sehr positiv empfinde andere Kommilitonen speziell außerhalb des eigenen Dunstkreises kennenzulernen (das passiert ja leider viel zu selten). Was möglicherweise auch ein wenig durchschlägt sind tendenziell negative Erfahrungen mit Kommilitonen an meiner früheren Universität (LMU, Studiengang Rechtswissenschaften). Wie dem auch sei, der gestrige Tag war aus meiner Sicht sehr gelungen und ich freue mich auf die online-Zusammenarbeit in meinem Team und darüberhinaus mit dem gesamten Kurs.

Weitere Themen, die von anderen Teams bearbeitet werden sind (soweit ich mich richtig erinnere) Zeitmanagement, eAssessment und wissenschaftliches Arbeiten.

Was ich an der Lehrveranstaltung ebenfalls positiv finde ist, dass die Lernziele festgelegt wurden, so kann man später besser (für sich selbst) überprüfen, ob man den Kurs erfolgreich absolviert hat:

Sie erlernen Techniken für das Arbeiten in virtuellen Teams. Im Anschluss des Kurses sind Sie fähig, selbst eLearningangebote zu begleiten, z.B. als Tutor oder Berater für e-Learning- und Blended-Learning-Lernprozesse, denn Sie bekommen auch einen Einblick in eLearning-Methoden, die für einen späteren Einsatz im Beruf wertvoll sein können. Fachexperten mit eLearning-Kompetenzen sind noch immer selten. Gleichzeitig vertiefen Sie Ihre Medienkompetenz sowie Ihre Kommunikationskompetenz und andere Soft Skills aus dem ABK-Bereich.

Soweit zum Einstig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.