Fachsprachenzentrum der Universität Hamburg

Das Erlernen und Verfestigen von Sprachkenntnissen kommt in meinen Augen im Studienaufbau der meisten Fächer (so auch Sozialökonomie) zu kurz, da ist also Eigeninitiative gefragt um später in der globalisierten Businesswelt zu bestehen.

Eine Möglichkeit dazu bietet das Fachsprachenzentrum (FSZ) der Uni Hamburg.
Nach einer Einstufung am Beginn des Semesters (oder während des Semesters, wobei dann i.d.R. erst ein Kursbesuch ab dem darauffolgenden Semester möglich ist) schreibt man sich in einen Kurs ein. Nach erfolgreicher Teilnahme erhält man einen benoteten Leistungsnachweis.

Für den Studiengang Sozialökonomie kann man sich einen Kurs des FSZ aus dem Modul Fachsprache mit 3 ECTS (Creditpoints) anrechnen lassen.
Edit (1.September 2011): Das war vielleicht etwas zu voreilig von mir. Bislang ist mir das nämlich noch nicht gelungen. Im Studienbüro hat man mir zunächst nicht sagen können, oder wollen, wie ich diesen Kurs ordentlich in mein Studium bekomme, mal sehen ob ich das passende Modul noch ausfindig mache.

Meine praktischen Erfahrungen mit dem FSZ:

In diesem Semester (SS 2011) habe ich am Kurs “Global Business Issues” (Kurs aus dem Modul Fachsprache Englisch für die WiSo Fakultät) teilgenommen. Die vorangeganene Einstufung dauerte etwa 15 Minuten, dabei mussten auf einem etwa 2 DinA4 Seiten umfassenden Text unter mehrfach vorgegebenen Auswahlmöglichkeiten die jeweils grammatikalisch korrekte ausgewählt werden. Mein Test wurde mit C1 gewertet, was ich auf der im Internet veröffentlichten Ergebnissliste (Zuordnung über Martikelnummer) ablesen konnte (Was ist A1, B1, C1??). Die Einschreibung war unproblematisch: Name, Martikelnummer und Email Adresse auf einem Kurszettel vermerken, zur Einschreibezeit, am Einschreibeort (Termine gibt es auf der FSZ Website).

Zum Kurs selber: Jeder Teilnehmer wählte sich zusammen mit einem Partner ein beliebiges Thema aus dem Kontext “Global Bussiness Issues”. Jede Woche hielt eine Gruppe ihre Präsentation über dieses Thema ab, im Anschluss fand eine Diskussion dazu statt. Diese Präsentationen machten den Hauptteil der Veranstaltung aus und waren auch für die Benotung sehr wichtig (20%). Beispielsweise seien hier die Themen “Water Scarcity”, “Social Networks” und “Food Industry” genannt.

Desweiteren sollte jeder Teilnehmer zu einer Präsentation seiner Wahl (bzw. zu der sich daran anschließenden Disskusion) eine Art Protokoll als Hausarbeit verfassen.

Zum Abschluss des Kurses gab es eine kleine Klausur bestehend aus zwei Stellungnahmen (aus einem Pool von ca. 10 Themen) mit dem Umfang von je ca. 1-2 DinA4 Seiten.

Die Benotung im Überblick
(andere Kurse werden möglicherweise anders bewertet, das ist nur ein Beispiel):
– Regelmäßige Teilnahme: 20%
– Präsentation: 20%
– Hausarbeit: 20%
– Abschlussklausur: 40%

Abschließend zusammengefasst: Eine tolle Sache um Sprachkenntnisse zu verfestigen, sich mit Studenten außerhalb des eigenen Fachbereichs auszutauschen und ein paar Extra ECTS mitzunehmen.

Für zwei abgeschlossene Kurse aus dem Modul Fachsprache erhält man übrigens das kleine Fachsprachenzertifikat.
Nach erfolgreichem Besuch von zwei Kursen aus “Lesen und Sprechen” sowie “Schreiben und Grammatik” gibt es das Zertifikat Interkulturelle Kompetenz.
Wer je einen Kurs aus den Modulen “Praktische Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt” und “Vorstellungsgespräch und Präsentation” absolviert hat bekommt das Zertifikat “Praktische Vorbereitung auf Ausland und Beruf”

Wer alle drei Zertifikate gesammelt hat kann sich das “Große Fachsprachenzertifikat” ausstellen lassen. Als Qualifizierungsnachweis im Berufsleben sicher nicht ganz sinnlos.

FSZ Kurse gibt es übrigens nicht nur für Englisch sondern auch Spanisch, Französisch, Italienisch und Russisch!

Was ist der Studiengang Sozialökonomie?

Wer Sozialökonomie (oder zu englisch Social Economy *) studiert befindet sich immer wieder in der Situation erklären zu müssen, was genau das eigentlich sein soll.

Die Präambel der Studienordnung der Universität Hamburg für diesen Studiengang liefert eine ausführliche Beschreiung:

Die Sozialökonomie befasst sich mit den sozialen Folgen ökonomischen Handelns und den gesellschaftlichen Einflüssen auf ökonomische Aktivitäten. Dabei werden auf der einzel- und gesamtwirtschaftlichen Ebene die institutionellen, rechtlichen, politischen und kulturellen Einbettungen beim Ressourceneinsatz, bei der Verteilung von Einkommen und der politischen Steuerung ökonomischer Prozesse untersucht.
Charakteristisch für den wissenschaftlichen Ansatz der Sozialökonomie ist die Thematisierung der Wechselwirkungen von Wirtschaft und Gesellschaft durch die Verknüpfung soziologischer, ökonomischer und rechtlicher Fragestellungen sowie Untersuchungsmethoden.
Das Studium der Sozialökonomie soll die Grundlage der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Rechtswissenschaft vermitteln. Es ist durch die Offenheit der Methoden zur Erklärung der sozialen Wirklichkeit gekennzeichnet und bemüht sich um realitätsnahe Annahmen in der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Theoriebildung.
Die Studierenden sollen verstehen lernen, dass eine interdisziplinäre Vorge-hensweise die Fragestellungen in der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschung verändert und ein besseres Verständnis von Struktur und Entwicklung von Gesellschaft und sozialer Lebensumstände ermöglicht.

Eine etwas einfachere und prägnantere Erklärung ist: Sozialökonomie an der Universität Hamburg ist ein Interdisziplinärer Studiengang. Die vier Einzeldisziplinen, die sich in der Sozialökonomie zu einer Fachrichtung verdichten sind Rechtswissenschaften (Jura), Betriebswirtschaftslehre (BWL), Volkswirtschaftslehre (VWL) und Soziologie.

Innerhalb dieses Studienganges kann sich jeder seinen eigenen Schwerpunkt (in einem der vier Fächer) wählen (nach dem Grundstudium, also i.d.R. zum dritten Semester).

Soweit zur ersten Definition von Sozialökonomie, einen detaillierten Aufbau des Studienganges werde ich demnächst darstellen.

* Edit 5. September: Tatsächlich lautet die offizielle Übersetzung der Universität Hamburg für den Fachbereich Sozialökonomie “Department of Socioeconomics” (Quelle nicht mehr verfügbar. Toten Link entfernt) entsprechend bin ich mit meinem Blog kurzerhand von social-economy.de auf socioeconomics.info/blog umgezogen. Das Root-Verzeichnis habe ich bewusst freigelassen, da könnte ich mir irgendwann ein Wiki oder ähnliches vorstellen.

Herzlich willkommen

Hallo liebe Leserschaft,

in diesem Blog soll es fortan Informationen rund um den Studiengang Sozialökonomie geben.
Geplant ist, dass ich hier fortlaufend Erkenntnisse veröffentliche die ich selbst während meines Studiums gewinne. Zum einen damit ich eine kleine Wissensdatenbank anhäufe auf die ich selbst bei Bedarf zurückgreifen kann, zum anderen um hoffentlich mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu treten und Diskussionen zu führen.

Dies nur als kleine Vorabinformation. Als nächstes kommt wohl erstmal eine Erklärung was unter Sozialökonomie zu verstehen ist und was der Studiengang Sozialökonomie an der Universität Hamburg beinhaltet.