Virtuelle Kompetenzen – vom eLearner zum eTutor

Nachdem ich bereits im vorangegangenen ersten Semester Sozialökonomie viele Kurse des Grundstudiums absolviert habe, vor denen ich relativ großen Respekt hatte, da ich nicht abschätzen konnte, wie leicht oder schwer mir das Lernen der Inhalte fallen würde, kann ich im laufenden zweiten Semester auch eine Reihe von Zusatzkursen an anderen Fakultäten belegen (jedenfalls meine ich das zum derzeitigen Zeitpunkt, es wäre möglich, dass ich diese Sichtweise im Verlauf des Semesters revidieren muss).

Jedenfalls habe ich neben dem bereits erwähnten Seminar “Hypermedialisierung von Bewegtbildinhalten” auch einen Kurs “Virtuelle Kompetenzen – vom eLearner zum eTutor” belegt, der von Dr. Angela Peetz, Leiterin des zentralen eLearning-Büros angeboten wird (wie bereits an anderer Stelle erwähnt, bin ich selbst auch im zentralen eLearning-Büro beschäftigt, es handelt sich also um einen Kurs bei meiner Chefin).

Der Inhalt des Kurses wird offiziell (STiNE Eintrag) folgendermaßen beschrieben:

In den meisten Organisationen gibt es eine Entwicklungen hin zu computergestützten Lern- und Arbeitsformen und virtuellen Teams, die über fach-, nationale und kulturelle Grenzen sowie Zeitzonen hinweg zusammenarbeiten. Um diese Prozesse zu gestalten und effektiv zu nutzen, benötigen Hochschulabsolventen fachunabhängige Kompetenzen in diesem Bereich.

Diese Grundidee ist für das Kursangebot maßgebend. Die Kurszusammensetzung ist gezielt interdisziplinär ausgerichtet und die Teilnehmenden sollen nicht nur Wissen erwerben, sondern erfahrungsnah lernen, wie Zusammenarbeit und Lernprozesse technologiegestützt funktionieren können. “Dieser Kurs macht wirklich Spaß!”, sagen darum die Teilnehmenden aus vergangenen Kursen.

Vor allem folgende Inhalte werden – kompatibel zur Kursidee vor allem in Online-Einheiten(!) – behandelt, erfahren und gemeinsam erarbeitet:

  • Virtuelle Teamarbeit: Wie funktioniert sie, was ist zu beachten?
  • Was ist eLearning? Vor- und Nachteile von eLearning, eLearning-Szenarien im Einsatz
  • Was sind eLearningmethoden? Welche Methoden gibt es und wie wendet man sie an? Wie schreibe ich ein Drehbuch für eLearning?
  • Welche Lernstile und Lerntypen gibt es und wie wirken sich Lernstile auf die Gestaltung der Lernprozesse aus?
  • Welche Besonderheiten gibt es bei der Onlinekommunikation und -moderation?
  • Welche Feedback- und Motivationselemente können im eLearning eingesetzt werden und wann ist der Einsatz sinnvoll?

Am Kursende werden in der Kleingruppe technologiegestützte Lernprozesse aktiv durchgeführt bzw. begleitet, z.B. zu den Themen Zeitmanagement, eAssessment, Plagiate, Medieneinsatz, wiss. Arbeiten, wiss. Recherche.

Gestern gab es zu diesem Seminar den zweiten (von insgesamt drei) Präsenzterminen, alles weitere wird online, in der Lernplattform OLAT stattfinden. Zunächst kann ich noch nicht so recht abschätzen, welcher Arbeitsaufwand dort auf mich zukommt, für den Anfang war lediglich ein Vorstellen, in Form eines Wiki-Artikels und eines Foreneintrages nötig. In meinem vierer-Team, welches wir gestern gebildet haben, werden wir eine Lerneinheit zu dem Thema “Medieneinsatz” erstellen. Das passt thematisch sehr gut zu meinem derzeitigen Interessenfeld und lässt sich vielleicht sogar mit meinem anderen Seminar (Hypermedialisierung) kombinieren… mal sehen.

Was den gestrigen Präsenztermin (10.00 bis 17.00 Uhr, in erster Linie zum kennenlernen) angeht möchte ich nochmals festhalten, dass ich nicht damit gerechnet hätte, soviele sympathische Kommilitonen aus verschiedensten Fachbereichen kennenzulernen. Diese Aussage hat bereits in der gestrigen, abschließenden, Feedbackrunde ein Raunen im Saal erzeugt. Anscheinend habe ich dabei ein bischen den Eindruck vermittelt, Vorurteile gegenüber Studierenden anderer Fachbereiche (als Sozialökonomie) zu haben. Tatsächlich wollte ich damit aber eher zum Ausdruck bringen, dass ich es überhaupt sehr positiv empfinde andere Kommilitonen speziell außerhalb des eigenen Dunstkreises kennenzulernen (das passiert ja leider viel zu selten). Was möglicherweise auch ein wenig durchschlägt sind tendenziell negative Erfahrungen mit Kommilitonen an meiner früheren Universität (LMU, Studiengang Rechtswissenschaften). Wie dem auch sei, der gestrige Tag war aus meiner Sicht sehr gelungen und ich freue mich auf die online-Zusammenarbeit in meinem Team und darüberhinaus mit dem gesamten Kurs.

Weitere Themen, die von anderen Teams bearbeitet werden sind (soweit ich mich richtig erinnere) Zeitmanagement, eAssessment und wissenschaftliches Arbeiten.

Was ich an der Lehrveranstaltung ebenfalls positiv finde ist, dass die Lernziele festgelegt wurden, so kann man später besser (für sich selbst) überprüfen, ob man den Kurs erfolgreich absolviert hat:

Sie erlernen Techniken für das Arbeiten in virtuellen Teams. Im Anschluss des Kurses sind Sie fähig, selbst eLearningangebote zu begleiten, z.B. als Tutor oder Berater für e-Learning- und Blended-Learning-Lernprozesse, denn Sie bekommen auch einen Einblick in eLearning-Methoden, die für einen späteren Einsatz im Beruf wertvoll sein können. Fachexperten mit eLearning-Kompetenzen sind noch immer selten. Gleichzeitig vertiefen Sie Ihre Medienkompetenz sowie Ihre Kommunikationskompetenz und andere Soft Skills aus dem ABK-Bereich.

Soweit zum Einstig.

Hypermedialisierung von Bewegtbildinhalten

In diesem Semester belege ich ein sehr spannendes Seminar mit dem Titel “Hypermedialisierung von Bewegtbildinhalten”.

Aufmerksam darauf bin ich über dieses Video geworden, welches ich zufällig auf der lecture2go Plattform gefunden habe:

In dem Video ging es eben auch um Hypermedialisierung. Ich würde es so erklären: Das Internet hat das lineare lesen verändert; Bücher und andere Schriftstücke sind üblicherweise zusammenhängende Texte die man mehr oder weniger am Stück liest. Im Internet dagegen sind in Texten normalerweise Links eingebettet. Es findet ein Stückweit Individualisierung des Lesens statt, indem man bei Stellen, die einen näher interessieren, den entsprechenden Link aufruft und dann an einer anderen Stelle im Internet eben bei dem Thema weiterliest, dass einen gerade interessiert.

Für Videos gibt es mittlerweile eine ähnliche Tendenz. Auf diversen Videoplattformen können in Videos Links oder Info-PopUps eingeblendet werden. Der Betrachter hat also die Möglichkeit Buttons im Video anzuklicken und dann nähere Informationen zu einzelnen gezeigten Aspekten zu erhalten. Oder es werden andere Videos direkt im Ursprungsvideo verlinkt und der Betrachter springt von einem Video in ein anderes.

Ein in meinen Augen super spannendes Thema. Erfreulicherweise war in der Lecture2go Beschreibung zu oben genanntem Vortragsvideo auch ein Link zum Blog des Vortragenden, Jan Torge Claussen, eingebettet. In diesem Blog habe ich dann Kenntniss erlangt von der Lehrveranstaltung “Hypermedialisierung von Bewegtinhalten”, die für StudentInnen der Universität Hamburg angeboten wird. Nach einer Nachfrage über die Kommentarfunktion konnte ich dann erfreulicherweise noch einen Platz ergattern, obwohl die Anmeldephase wohl offiziell schon vorbei war.

Der Kurs hat diese Woche erst begonnen, desshalb kann ich noch nicht allzuviel inhaltliches berichten. Allerdings wird es ein seminarbegleitendes Blog geben, in dem auch die Arbeitsprodukte der TeilnehmerInnen veröffentlicht werden sollen. Das Kursblog findet sich hier.

Man darf gespannt sein, was in dem Seminar geschieht. Demnächst mehr dazu!

ePortfolio für StudienanfängerInnen (Zwischenbericht)

Seit Juli 2011 bin ich in der glücklichen Lage am Projekt “ePortfolio für StudienanfängerInnen” aus dem Förderprogramm “Seminare ans Netz” im Rahmen meiner Tätigkeit im zentralen eLearning-Büro der Universität Hamburg mitwirken zu dürfen. (Edit: Wie es dazu kam, können Sie hier nachlesen)

Eines der Elemente ist dabei folgende Zielsetzung:

“Ziel dieses Projektes ist es, das neu entwickelte ePortfolio in OLAT den Studienanfängern im Wintersemester 11/12 zur eigenen Reflexion und Studienorganisation an die Hand zu geben. Das ePortfolio soll die Studierenden darin unterstützen, ihre Entwicklung im Studium zu dokumentieren, ihre Zielsetzung zu vergegenwärtigen und ihren Studienverlauf zu gestalten.”

Im Laufe meiner Tätigkeit entwickelten wir einen OLAT Begleitkurs, um Studierende an die ePortfolio-Tätigkeit heranzuführen und dabei, entsprechend der Möglichkeiten, zu betreuen. Ferner galt es die didaktischen Rahmenbedingungen und Begriffsdefinitionen festzulegen – etwa: mit welcher Art von ePortfolio-Konzept sollten Studierende konfrontiert werden, wie offen darf ein ePortfolio sein und welche Bestandteile sollte ein ePortfolio unbedingt haben?

Um den Studierenden dabei nicht zu viele Vorgaben zu machen und die Kreativität nicht einzuschnüren ist das ePortfolio, wie es den StudienanfängerInnen vorgestellt wird, folgerichtig vollkommen frei, also sowohl erweiterbar als auch veränderbar. Die vollkommene Freiheit betrift auch die Möglichkeit der Veröffentlichung. Grundsätzlich ist das ePortfolio nur seinem Besitzer sichtbar (auch Kursbetreuer, Dozenten, etc. haben auch persönliche ePortfolios keine Einsicht), jedoch hat dieser die Möglichkeit es freizugeben – egal ob einzelnen Benutzern, Gruppen, der gesamten OLAT Lernplattform, oder sogar Personen von außerhalb. Einer der Hintergründe der grundsätzlichen nicht-sichtbarkeit ist dabei, dem ePortfolio-Führenden die Möglichkeit zu geben, vollkommen persönliche und private Inhalte zu verwenden, die in einem ePortfolio sicher ihre daseinsberechtigung haben dürften.

Ein weiterer interessanter Aspekt und Grund sein ePortfolio nicht zu veröffentlichen ist dabei die selektive Authentizität:

Die eigenen Gefühle offen auszudrücken bedeutet aber nicht, ungefiltert alles zu sagen, wonach mir gerade ist. So wäre es beispielsweise unangebracht, wenn ein Angestellter zu seinem Chef sagen würde: „Ich habe eine solche Wut, dass ich Ihnen am liebsten eine Ohrfeige geben würde.“ Ich muss mir auch Gedanken darüber machen, wie das, was in mir vorgeht und was ich davon äußere, vom anderen gehört und aufgefasst wird.

Offenheit ist nicht von Anfang an zwischen Menschen vorhanden, sondern muss vorsichtig erworben und gelernt werden. Außerdem verträgt nicht jede Beziehung das gleiche Ausmaß an Offenheit. Allerdings gilt für jede Art der Beziehung, dass das, was ich sage, auch echt sein soll.

(zur Quelle)

Soweit erstmal einer von vielen Aspekten, die beim didaktischen Unterbau des ePortfolio-Projekt berücksichtigt werden mussten.

Zum (vorläufigen) Abschluss noch ein Film, der in der Vorbereitungsphase entstanden ist und den TeilnehmerInnen den Einstieg in die Benutzung erleichtern soll:

Get the Flash Player to see this player.


Zur Quelle

Soweit der erste Zwischenbericht über dieses Projekt. Weitere Informationen werden folgen.

Mein ePortfolio an der Universität Hamburg

In vielen Bildungseinrichtungen ist es mittlerweile üblich, dass die TeilnehmerInnen ein eigenes Portfolio führen (teilweise sogar in Kindergärten)! Was ein Portfolio (oder als digitale Variante ePortfolio) genau ist, und was da alles hineingehört, ist zwar nicht abschließend und allgemeinverbindlich geklärt, eröffnet aber jedem Einzelnen die Möglichkeit, eine eigene Definition zu entwickeln, die den persönlichen Bedürfnissen gerecht wird.

Auf Wikipedia findet sich dazu folgender Abschnitt:

Für den Begriff E-Portfolio gibt es eine Reihe von Definitionen. So sind nach Stefanie Bergel E-Portfolios „mehr als digitale Bewerbungsmappen: Mit ihrer Hilfe können Lernende ihre persönlichen Lern- und Entwicklungsprozesse steuern und gestalten. […] [S]ie sind eine Lernmethode, die auf mehrere Prozesse heruntergebrochen werden kann. Neben der Analyse und Planung des Kontextes, in dem das E-Portfolio erstellt werden soll, sind dies: die Sammlung, die Auswahl und Verbindung von Artefakten, die Reflexion und Kommunikation, die Präsentation sowie die Bewertung und Beurteilung der Artefakte oder Reflexionen.“[1]

Weiterhin kann das E-Portfolio als eine „digitale Sammlung von Informationen“ beschrieben werden. Diese Sammlung kann „das Lernen, die Karriere, die Erfahrungen und die Leistungen“ desjenigen beschreiben und darstellen. E-Portfolios sind privat und nur der Ersteller hat die Kontrolle. [2]

Die Salzburg Research Forschungsgesellschaft definiert den Begriff auf ihren Veranstaltungen wie folgt: „E-Portfolio ist eine digitale Sammlung von “mit Geschick gemachten Arbeiten“ (=lat. Artefakte) einer Person, die dadurch das Produkt (Lernergebnisse) und den Prozess (Lernpfad/Wachstum) ihrer Kompetenzentwicklung in einer bestimmten Zeitspanne und für bestimmte Zwecke dokumentieren und veranschaulichen möchte. Die betreffende Person hat die Auswahl der Artefakte selbstständig getroffen, und diese in Bezug auf das Lernziel selbst organisiert. Sie (Er) hat als Eigentümer(in) die komplette Kontrolle darüber, wer, wann und wie viel Information aus dem Portfolio einsehen darf.“ [3]

(Quelle)

Ich persönlich wurde an der Universität Hamburg bereits mit Beginn meines Studiums der Sozialökonomie, im April 2011, im Rahmen meines interdisziplinären Grundkurses (IGK) beim Dozenten Holger Schlegel, mit dem ePortfoliogedanken konfrontiert.

Den TeilnehmerInnen des Kurses wurde auf freiwilliger Basis (ohne Benotung, ohne Zwang) die Möglichkeit eröffnet über die OLAT Lernplattform des virtuellen Campus Rheinland Pfalz (VCRP) am ePortfolio-Projekt teilzunehmen (Zum damaligen Zeitpunkt verfügte das OLAT der Uni Hamburg noch nicht über die ePortfolio Erweiterung). Als einer von etwa 12 Teilnehmern (entspricht etwa 50% des gesamten IGK) stürtzte ich mich also (anfangs vollkommen Ahnungslos) in dieses Gebiet.

Zunächst lautete die Aufgabenstellung dabei für die TeilnehmerInnen, sich in beliebiger Form vorzustellen (ich selbst wählte als “Artefakt” eine PowerPoint Präsentation), ein persönliches Blog zu führen und einmal wöchentlich über den Kurs zu reflektieren.

Hier exemplarisch einer meiner frühesten Einträge (Bereich Kursreflexion):

Kurze Zusammenfassung des IGK vom 3. Mai 2011

Grundsätzlich ging es im heutigen IGK um Studiumsorganisation und wissenschaftliches Arbeiten.

Ein kleiner Aspekt dabei war die Unterscheidung zwischen Gruppe/Team, hier ein Auszug aus dem Wikipedia Artikel “Teambildung” den ich, um ein besseres Verständnis zu erhalten (im IGK ist mir die Unterscheidung noch nicht vollends klar geworden) rausgesucht habe:

Ein Team ist zwar auch eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ist ein Team. [2] Teams können von Gruppen anhand folgender Kriterien unterschieden werden:

  • Ein Team ist in der Regel eine Kleingruppe, bei der alle Mitglieder unmittelbar, d.h. von Angesicht zu Angesicht, in Kontakt treten.
  • Es wird als eine relativ dauerhafte oder zumindest für einen längeren Zeitraum gebildete Arbeitsgruppe definiert.
  • Es handelt sich also hierbei um eine zielorientierte Gemeinschaft.
  • Der Arbeitsstil eines Teams ist durch kooperatives Interagieren und kollektive Verantwortung gekennzeichnet.
  • Im Gegensatz zur Gruppe ist ein Team eine hierarchieübergreifende kleine funktionsgegliederte Arbeitsgruppe.
  • Ein Team ist durch einen ausgeprägten Gemeinschaftsgeist (teamspirit), und eine relativ starke Gruppenkohäsion geprägt.

Ferner wurde über schriftliche Arbeiten, von Referaten bis hin zu Dissertationen gesprochen, wobei während unseres Studiums zunächst Referate, kleine/große Hausarbeit und die Bachelorarbeit relevant sind.
An wissenschaftliche Arbeiten werden gewisse Mindestanforderungen gestellt eine interessante Website zu diesem Thema gibt es hier.

Zuletzt wurde noch kurz über die Studienreise gesprochen, bzw. die Teilnehmer wurden nach einer möglichst verbindlichen Zu- bzw. Absage gefragt.

Sollte ich noch einen wichtigen Aspekt vergessen haben, so mag dies daran liegen, dass ich versäumt habe notizen zu machen und die Powerpoint Präsentation leider nicht auf Wisocommsy hochgeladen wurde. Daraus schlussfolgere ich, dass ich mir nächstes mal Notizen machen sollte, insofern hat auch dieser kleine Eintrag einen wichtigen Zweck erfüllt 🙂

Im Rahmen meines persönlichen Blogs habe ich mich unter anderem mit meinen finanziellen Rahmenbedingungen auseinandergesetzt und meine Jobsuche dokumentiert. Zum damaligen Zeitpunkt war mir daran gelegen einen Job zu finden, der sich mit meinem Studium vereinbaren lässt und im besten Fall die Möglichkeit bietet, Kompetenzen anzusammeln, die sich später (nach erfolgreichem Abschluss), weiterverwenden lassen.

Tatsächlich erhielt ich auf genau diesen Eintrag dann bereits am darauffolgenden Tag Feedback. Mir kam der Hinweis zu, dass im zentralen eLearning-Büro der Universität Hamburg jemand gesucht werde, der zur Einführung der ePortfolioerweiterung im OLAT der UHH, in einem “Seminare ans Netz” Projekt mitwirkt. (Edit: Einen Zwischenbericht über meine Tätigkeit dort habe ich hier veröffentlicht)

Wie erwähnt bietet mittlerweile das OLAT der Universität Hamburg ebenfalls die beschriebene ePortfolio-Funktionalität an, dementsprechend hat sich meine Tätigkeit auf diese Plattform verlagert. Dort betreibe ich unter anderem ein öffentliches ePortfolio, welches jedem registrierten OLAT Benutzer (also unter anderem jedem mit STiNE Kennung) zugänglich ist. Nach dem Einloggen in OLAT finden Sie mein öffentliches ePortfolio im Home Bereich unter “ePortfolio” – “freigegebene Sammelmappen” – “Alle Sammelmappen anzeigen”.

Weiterführende Informationen:

Herzlich willkommen

Hallo!

Schön, dass Sie den Weg hierher gefunden haben. Mein Name ist Michael Karbacher und ich bin Student der Sozialökonomie an der Universität Hamburg. Darum soll es hier allerdings nicht gehen, dafür habe ich das SocioEconomics.info/blog Blog.

Stattdessen ist das ein Raum für alles, was nichts mit meinem Studienfach zu tun hat.
Dazu gehören autuell Themen, wie die analoge Fotographie, Fitness oder Python. Was genau hier Einzug finden wird ist auch für mich noch nicht absehbar.

Mal sehen!

Gruß
Michael

Grundkurs BWL

Im Grundstudium (1. Studienjahr) sind laut Studienordnung für den Studiengang Sozialökonomie die Grundkurse BWL, VWL, Recht und Soziologie zu belegen.

Das Modulhandbuch für den Studiengang Sozialökonomie beschreibt die Qualifikationsziele für den Grundkurs Betriebswirtschaftslehre folgendermaßen:

Das Modul soll in die Grundkategorien und Prozesse ökonomischer Problemlösungs- und Entscheidungsprozesse einführen. Dabei wird auf betriebswirtschaftliche Erkenntnisobjekte und Bewertungsinstrumentarien in theoretischer Analyse und praxisorientiertere Anwendung eingegangen. Den Studierenden wird umfassendes betriebswirtschaftliches Grundwissen vermittelt. Dabei werden stets interdisziplinäre Interdependenzen der VWL, des Rechts und der Soziologie berücksichtigt. Damit soll der Kurs die Studierende in die Lage versetzten, Entscheidungen und Problemlösungen aus ökonomischer Perspektive treffen und bewerten zu können und dabei den mikroökonomischen Blickwinkel zu Gunsten einer gesellschaftlich orientierten Perspektive zu erweitern.

Wie so eine Stunde Grundkurs BWL aussehen kann zeigt folgendes Video von der Lecture2go Plattform. Die Vorlesung fand am Ende des Sommersemesters 2011, kurz vor der Klausur statt, dementsprechend handelt es sich dabei um eine Fragestunde, in der Dozent, Professor Dr. Alexander Bassen, Fragen beantwortet hat.

Vielleicht gelingt es mir in Zukunft auch noch etwas mehr über den eigentlichen Inhalt den Kurses zu schreiben, es könnte sich also lohnen dieses Blog erneut zu besuchen.

Das Auge isst mit!

Eigentlich weiß es jeder, aber man macht dennoch immer wieder die gleichen Fehler: Präsentationen, Blogeinträge, Bücher, Artikel, etc. können inhaltlich noch so gut und informativ sein, ohne ein wenig Auflockerung können sie trotzdem monoton und einschläfernd wirken. Dieser Beitrag soll eine kleine Sammlung an sehr unterschiedlichen Visualisierungstools sein, um ein wenig Pepp in den täglichen Buchstabensalat zu mischen.

Wordle (http://www.wordle.net)

Mit Wordle lassen sich sehr einfach “word clouds” (soll man das übersetzen? Wörterwolke??) erstellen. Man kopiert einige Texte in ein Fenster, oder gibt alternativ eine Websiteadresse (mit Feed) an und schon schlägt das Programm beliebig oft neue Wolken vor. Spracheinstellungen, Farben und Schriftarten lassen sich bei Bedarf zusätzlich anpassen. Diese schöne Wolke hat Woordle für mich generiert:

woordle3

Mind-Maps

Wie ich gerade herausgefunden habe gehen MindMaps auf Herrn Tony Buzan zurück, der zumindest den Begriff geprägt hat. Es geht um das Erschließen und visuelle Darstellen eines bestimmten Themengebietes. Neben der altbewährten Papier und Stift Variante gibt es Programme, die teilweise recht ansehnliche Mindmaps produzieren, die sich auch in Präsentationen sehen lassen können. Grafisch ansprechend finde ich die Karten aus dem Programm Mindmanager des kommerziellen Anbieters Mindjet. Für Studenten der Universität Hamburg (und sicher auch für Studenten vieler anderer Universitäten) gibt es kostenlose Nutzungslizenzen (und zwar hier)! Eine Mindjet Map könnte beispielsweise so aussehen: (Edit: Diese Map könnt ihr hier downloaden oder näher betrachten)

mindmap-sozialoekonomie

Neben dem Mindmanager gibt es natürlich noch viele weitere Mindmapping Tools. Ein sehr verbreitetes ist Freemind. Ein großer Vorteil von Freemind: Es handelt sich um OpenSource Software.

Prezi ( http://prezi.com/ )

Prezi nimmt in meiner Wahrnehmung seit ein paar Monaten enorm an Bedeutung zu. Es handelt sich mehr oder weniger um eine Alternative zu OpenOffice Impress bzw. Microsoft Powerpoint Präsentationen. Hier können Sie ein Beispiel finden.

Visualise me ( http://vizualize.me/ )

Leider ist es bislang eine private Beta Version (also noch nicht allgemein zugänglich) aber persönlich freue ich mich sehr auf dieses Tool. Es geht um eine visuelle Darstellung des persönlichen Lebenslaufs und die bislang veröffentlichten Grafiken sind recht ansehnlich. Das Wort Data Beautification macht in diesem Zusammenhang die Runde, gefällt mir 🙂

Gibt es noch weitere sehenswerte Programme um geschriebenes aufzubereiten? Kommentare sind herzlich erwünscht.

Juristische Datenbankrecherche

Hinweis: Der Artikel bezieht sich auf juristische Datenbankrecherchen, welche die Zugriffsmöglichkeit auf juristische Datenbanken voraussetzen. Für nicht-Studenten, bzw. alle ohne Abonnement für bestimmte juristische Datenbanken ist er daher möglicherweise nicht im selben Umfang nützlich.

Juristische Datenbanken liefern Rechtswörterbücher, Gerichtsentscheidungen, Aufsätze, Kommentare und vieles mehr, was im studentischen Alltag wichtig sein kann, jedenfalls wenn man mit wissenschaftlichen Arbeiten zu tun hat in denen rechtliche Aspekte Berücksichtigung finden.

Das Abonnement einer juristischen Datenbank ist äußerst kostspielig. Glücklicherweise verfügt die Universität Hamburg (wie auch vermutlich die meisten anderen Universitäten) über Lizenzen für die Benutzung der Datenbanken, womit der Zugriff zumindest aus dem Campusnetz ermöglicht wird. Als Einstiegspunkt empfiehlt sich die Website der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg sub.uni-hamburg.de. Hier erhält man nach einem Klick auf “Rechtswissenschaft/Verwaltungswissenschaft” unter “-Recherche nach Fächern-” sofort einen Überblick über alle Fachinformationen.

startseitesubhh

Sofort ersichtlich sind dann ebenfalls die Top Datenbanken, unter anderem Beck-Online, Jurion (ehemals LexisNexis), LEGIOS und Juris.

Der Umgang mit diesen Datenbanken erfordert Übung und lässt sich nicht so ohne weiteres in einem Blogpost erklären. Entscheidend ist meines Erachtens das Verständnis, dass Beck ein Verlag ist, die Recherche in dieser Datenbank ist also eine Recherche in den unter dem Beckschen Verlag veröffentlichten Werken, beispielsweise Neue Juristische Wochenschrift (NJW).

Jurion bietet ein sehr hilfreiches Rechtswörterbuch. Mein Favorit was Rechtswörterbücher angeht, Creifelds aus dem Beck Verlag, müsste logischerweise unter Beck-Online zu finden sein. Allerdings umfasst die Lizenz der SUB/Uni Hamburg nicht alle Titel aus dem verfügbaren Sortiment, aus dem selben Grund ist auch die JuS (Zeitschrift Juristische Schulung) nicht online einsehbar. Solche Titel erhält man nach wie vor im althergebrachten Papierformat (die JuS findet man in der SUB unter Z Jur Y/4931, Creifelds steht unter H Jur 023/4).

22.8.2011 Anmerkung: Ich wurde freundlicherweise darauf hingewiesen, dass es das Creifelds Rechtswörterbuch unter Beck online nicht gibt (es kann also als Teil eines Zugangs zu Beck Online nicht bezogen werden). Ich hatte mal eine Version auf CD-Rom davon gesehen, daher bin ich davon ausgegangen dass es logischerweise auch online verfügbar sein müsse – Das ist wohl nicht so.

Für Jurion sollte man auch noch beachten, dass nach dem Klick auf “Recherche starten” (auf den Seiten der SUB) scheinbar eine Registrierung verlangt wird. An diesem Hinweis darf man sich getrost vorbeiklicken, anfänglich könnte man den Verdacht haben, die Weiterleitung habe nicht richtig funktioniert und die Datenbank erkennt die Nutzerkennung der Bibliothek nicht.

Was die konkrete Benutzung von juristischen Datenbanken angeht muss ich sagen, dass ich dort immer dann Zugriff genommen habe, wenn ich genau wusste, was ich suche. Wer beispielsweise an einer Arbeit über das Umgehen von Arbeitnehmerrechten durch Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland schreibt wird wenig Erfolg haben nützliche Quellen zu finden, indem er in allen Datenbanken den Suchbegriff “Arbeitnehmerrechte” eingibt. Für mich hat sich als zielführend erwiesen mir einschlägige Normen zu überlegen, dann in den entsprechenden Kommentierungen nachzulesen (was widerum auch in den Datenbanken möglich ist) und dort dann den weiterführenden Literatur-/Quellenangaben nachzugehen. Wenn man irgendwo relevantes liest und dabei etwas wie “NJW 01, 2874” findet, weiß man, dass man sich auf Beck-Online begeben sollte um in der Neuen Juristischen Wochenschrift des Jahres 2001 auf Seite 2874 nachzulesen.

Tipp: Im Fachbereich Sozialökonomie finden Seminare für die juristische Datenbankrecherche statt. Zuletzt wurde dies von Frau Marita Dinn durchgeführt, Informationen dazu gibt es auf Ihrer Website jur-dinn.de in der Studi-Ecke.

eBooks an der Uni – Fluch und Segen

logo_2010-kopie Die scheinbare Evolution von gedruckten Büchern hin zu elektronischen Medien (eBooks) erinnert mich ein wenig an den Wandel von Musik CDs zu rein digital vorliegender Musik (z.B. MP3).

Es war eine interessante Entwicklung: Im Internet verbreiteten sich urheberrechtsverletzende Kopien von Musik CDs was zu Umsatzeinbußen bei Plattenfirmen führte. Irgendwann wurden die finanziellen Auswirkungen so groß, dass für die Musikindustrie keine andere Wahl blieb als dem Trend zu folgen und erschwingliche Musiktitel mit akzeptablen Nutzungsbedingungen (Kopierbarkeit, Abspielen auf verschiedenen Endgeräten, etc.) anzubieten.

Bei Büchern/eBooks verläuft diese Entwicklung anders, was sich aufgrund der Verschiedenheit der Medien erklären lässt.

Bücher komplett zu scannen um sie online zugänglich zu machen ist viel aufwändiger als eine Musik CD auf den PC zu übertragen. Einfacher wäre es den Kopierschutz schon bestehender eBooks zu brechen um Sie zu verbreiten. Aber offensichtlich geschieht das nicht! Jedenfalls nicht so oft, dass die Absatzzahlen von eBooks und Büchern so gefährdet wären, dass seitens der Verlage ein Umdenken hin zu preisgünstigeren und benutzerfreundlicheren eBooks erfolgen würde. Nicht selten kosten gedruckte und elektronische Bücher das gleiche, wo doch die Produktion eines eBooks eigentlich günstiger sein müsste, weil man sich diverse Produktionsschritte spart.

Tatsächlich ist auch das Lesen von elektronischen Büchern bzw. das Arbeiten damit oft ein Alptraum. Schnell und kostengünstig ein PDF Dokument aus dem Internet zu ziehen und es dann auf PC, Netbook, eBook Reader oder Tablet unterwegs bequem zu lesen ist aktuell nur eine Wunschvorstellung, bzw. nur realisierbar wenn man tief in die Geldbörse greift. Auch wenn der Anblick eines iPads in der Bahn nur noch ein müdes gähnen erzeugt: erschwinglich sind derartige Geräte für die breite Maße nicht. Erst recht nicht, wenn man die Folgekosten bedenkt; ein solches Gerät wird erst praktisch mit entsprechender mobilen Internet Flatrate und einem Sammelsurium an weiterem Zubehör, Dockingstation, Hüllen, Connection-Kits und vieles vieles vieles vieles mehr.

Auch auf der Seite der eBooks stimmen die Rahmenbedingungen noch nicht. Neben den zu hohen Preisen ist auch die sogenannte “Usability” oft ein Alptraum. Die Verlage befürchten, dass sich ihre eBooks als Raubkopie im Netz verbreiten und dementsprechend sind die Werke oft geschützt, was die mögliche Benutzbarkeit erheblich einschränkt.
Im universitären Alltag begegnen mir jedenfalls fast ausschließlich eBooks, die nur online abrufbar sind, teilweise auch nur aus dem Campusnetz. Folglich muss man um in einem eBook zu lesen fortlaufend mit dem Internet verbunden sein und sich auf dem Campus befinden, ein Lesezeichen zu setzen entfällt natürlich auch. Heruntergeladen, und damit auch offline verfügbar machen, kann man immer nur einzelne Unterkapitel oder Seiten. Viele Vorteile, die eBooks damit potenziell aus Nutzersicht haben können gehen also verloren.

Es ist ein bischen bedenklich, dass insbesondere Bibliotheken jetzt schon so stark auf diesen eBooktrend aufspringen. Natürlich gibt es offensichtliche Vorteile, eBooks bekommen keine Eselsohren, können nicht Überzogen werden und stehen gleichzeitig vielen Lesern zur verfügung, aber mittelfristig ist auf dem eBook-Markt was das Urheberrecht, Benutzbarkeit und Preise für Lizenzen angeht sicher eine Menge Bewegung zum Vorteil der Nutzer zu erwarten deswegen sollte man sich beim Umstrukturieren von herrkömlicher Bibliothek hin zu einem Rechenzentrum vielleicht noch ein wenig Zeit lassen.

Zum Schluß frage ich mich: Wenn Sie ein Buch kaufen möchten, dass in zwei Versionen, als eBook und als Taschenbuch verfügbar ist (zum gleichen Preis): Für welche Version entscheiden Sie sich? Meine Antwort dürfte klar sein.

Freitag 16. September: Ich habe diesen Artikel überarbeitet um ihn beim 20. WissensWert BlogCarnival “Haben sich Ihre Lesegewohnheiten geändert?” einreichen zu können. Hier eine Liste der Teilnehmer.

Bibliothek der Helmut Schmidt Universität

Heute möchte ich euch die Universitätsbibliothek der HSU (Helmut Schmidt Universität der Bundeswehr Hamburg) vorstellen.

Die wichtigsten Daten im Überblick:
Wlan: eduroam / Ansonsten nur für Angehörige der HSU
Arbeitsplätze: vorhanden (mit Strom und Licht)
Website: http://ub.hsu-hh.de/
Benutzerausweis: kostenfrei, Vorraussetzung für den Erhalt ist ein gültiger Studentenausweis

Gerade während und unmittelbar vor der Klausurphase herrscht in den Leesesälen der Bibliotheken auf dem Campus der UniHH platzmangel, egal ob in Staats- und Universitätsbibliothek, im WiWi Bunker oder sonstwo. Abgesehen davon kann ein Wechsel der Lernumgebung vielleicht ja auch anregend sein und für neue Lernmotivation sorgen.

Grund genug der HSU Bibliothek einen Besuch abzustatten. Öffnungszeiten sind laut Internetauftritt Montag bis Freitag 9.00 – 22.00 Uhr, Samastag und Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr, wobei das nicht auf alle Abteilungen der Bibliothek zuzutreffen scheint. An meinem Besuchssonntag war jedenfalls nur die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Bibliothek geöffnet. In dieser war es allerdings angenehm ruhig:

09072011055

Mein einziges Problem war, keines der Funknetze (WLAN) nutzen zu können. Bei meinem erfolglosem Versuch mich mit dem Netz der HSU zu verbinden, bin ich allerdings erstmals auf “eduroam” aufmerksam geworden. Wenn ich damit etwas experimentiert habe und es in der Praxis einsetzen kann, melde ich mich diesbezüglich nochmals. Zum Abschluss noch zwei Fotos von der Relax- und Zeitungsecke:

relaxecke1 relaxecke2