Mein ePortfolio an der Universität Hamburg

In vielen Bildungseinrichtungen ist es mittlerweile üblich, dass die TeilnehmerInnen ein eigenes Portfolio führen (teilweise sogar in Kindergärten)! Was ein Portfolio (oder als digitale Variante ePortfolio) genau ist, und was da alles hineingehört, ist zwar nicht abschließend und allgemeinverbindlich geklärt, eröffnet aber jedem Einzelnen die Möglichkeit, eine eigene Definition zu entwickeln, die den persönlichen Bedürfnissen gerecht wird.

Auf Wikipedia findet sich dazu folgender Abschnitt:

Für den Begriff E-Portfolio gibt es eine Reihe von Definitionen. So sind nach Stefanie Bergel E-Portfolios „mehr als digitale Bewerbungsmappen: Mit ihrer Hilfe können Lernende ihre persönlichen Lern- und Entwicklungsprozesse steuern und gestalten. […] [S]ie sind eine Lernmethode, die auf mehrere Prozesse heruntergebrochen werden kann. Neben der Analyse und Planung des Kontextes, in dem das E-Portfolio erstellt werden soll, sind dies: die Sammlung, die Auswahl und Verbindung von Artefakten, die Reflexion und Kommunikation, die Präsentation sowie die Bewertung und Beurteilung der Artefakte oder Reflexionen.“[1]

Weiterhin kann das E-Portfolio als eine „digitale Sammlung von Informationen“ beschrieben werden. Diese Sammlung kann „das Lernen, die Karriere, die Erfahrungen und die Leistungen“ desjenigen beschreiben und darstellen. E-Portfolios sind privat und nur der Ersteller hat die Kontrolle. [2]

Die Salzburg Research Forschungsgesellschaft definiert den Begriff auf ihren Veranstaltungen wie folgt: „E-Portfolio ist eine digitale Sammlung von “mit Geschick gemachten Arbeiten“ (=lat. Artefakte) einer Person, die dadurch das Produkt (Lernergebnisse) und den Prozess (Lernpfad/Wachstum) ihrer Kompetenzentwicklung in einer bestimmten Zeitspanne und für bestimmte Zwecke dokumentieren und veranschaulichen möchte. Die betreffende Person hat die Auswahl der Artefakte selbstständig getroffen, und diese in Bezug auf das Lernziel selbst organisiert. Sie (Er) hat als Eigentümer(in) die komplette Kontrolle darüber, wer, wann und wie viel Information aus dem Portfolio einsehen darf.“ [3]

(Quelle)

Ich persönlich wurde an der Universität Hamburg bereits mit Beginn meines Studiums der Sozialökonomie, im April 2011, im Rahmen meines interdisziplinären Grundkurses (IGK) beim Dozenten Holger Schlegel, mit dem ePortfoliogedanken konfrontiert.

Den TeilnehmerInnen des Kurses wurde auf freiwilliger Basis (ohne Benotung, ohne Zwang) die Möglichkeit eröffnet über die OLAT Lernplattform des virtuellen Campus Rheinland Pfalz (VCRP) am ePortfolio-Projekt teilzunehmen (Zum damaligen Zeitpunkt verfügte das OLAT der Uni Hamburg noch nicht über die ePortfolio Erweiterung). Als einer von etwa 12 Teilnehmern (entspricht etwa 50% des gesamten IGK) stürtzte ich mich also (anfangs vollkommen Ahnungslos) in dieses Gebiet.

Zunächst lautete die Aufgabenstellung dabei für die TeilnehmerInnen, sich in beliebiger Form vorzustellen (ich selbst wählte als “Artefakt” eine PowerPoint Präsentation), ein persönliches Blog zu führen und einmal wöchentlich über den Kurs zu reflektieren.

Hier exemplarisch einer meiner frühesten Einträge (Bereich Kursreflexion):

Kurze Zusammenfassung des IGK vom 3. Mai 2011

Grundsätzlich ging es im heutigen IGK um Studiumsorganisation und wissenschaftliches Arbeiten.

Ein kleiner Aspekt dabei war die Unterscheidung zwischen Gruppe/Team, hier ein Auszug aus dem Wikipedia Artikel “Teambildung” den ich, um ein besseres Verständnis zu erhalten (im IGK ist mir die Unterscheidung noch nicht vollends klar geworden) rausgesucht habe:

Ein Team ist zwar auch eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ist ein Team. [2] Teams können von Gruppen anhand folgender Kriterien unterschieden werden:

  • Ein Team ist in der Regel eine Kleingruppe, bei der alle Mitglieder unmittelbar, d.h. von Angesicht zu Angesicht, in Kontakt treten.
  • Es wird als eine relativ dauerhafte oder zumindest für einen längeren Zeitraum gebildete Arbeitsgruppe definiert.
  • Es handelt sich also hierbei um eine zielorientierte Gemeinschaft.
  • Der Arbeitsstil eines Teams ist durch kooperatives Interagieren und kollektive Verantwortung gekennzeichnet.
  • Im Gegensatz zur Gruppe ist ein Team eine hierarchieübergreifende kleine funktionsgegliederte Arbeitsgruppe.
  • Ein Team ist durch einen ausgeprägten Gemeinschaftsgeist (teamspirit), und eine relativ starke Gruppenkohäsion geprägt.

Ferner wurde über schriftliche Arbeiten, von Referaten bis hin zu Dissertationen gesprochen, wobei während unseres Studiums zunächst Referate, kleine/große Hausarbeit und die Bachelorarbeit relevant sind.
An wissenschaftliche Arbeiten werden gewisse Mindestanforderungen gestellt eine interessante Website zu diesem Thema gibt es hier.

Zuletzt wurde noch kurz über die Studienreise gesprochen, bzw. die Teilnehmer wurden nach einer möglichst verbindlichen Zu- bzw. Absage gefragt.

Sollte ich noch einen wichtigen Aspekt vergessen haben, so mag dies daran liegen, dass ich versäumt habe notizen zu machen und die Powerpoint Präsentation leider nicht auf Wisocommsy hochgeladen wurde. Daraus schlussfolgere ich, dass ich mir nächstes mal Notizen machen sollte, insofern hat auch dieser kleine Eintrag einen wichtigen Zweck erfüllt 🙂

Im Rahmen meines persönlichen Blogs habe ich mich unter anderem mit meinen finanziellen Rahmenbedingungen auseinandergesetzt und meine Jobsuche dokumentiert. Zum damaligen Zeitpunkt war mir daran gelegen einen Job zu finden, der sich mit meinem Studium vereinbaren lässt und im besten Fall die Möglichkeit bietet, Kompetenzen anzusammeln, die sich später (nach erfolgreichem Abschluss), weiterverwenden lassen.

Tatsächlich erhielt ich auf genau diesen Eintrag dann bereits am darauffolgenden Tag Feedback. Mir kam der Hinweis zu, dass im zentralen eLearning-Büro der Universität Hamburg jemand gesucht werde, der zur Einführung der ePortfolioerweiterung im OLAT der UHH, in einem “Seminare ans Netz” Projekt mitwirkt. (Edit: Einen Zwischenbericht über meine Tätigkeit dort habe ich hier veröffentlicht)

Wie erwähnt bietet mittlerweile das OLAT der Universität Hamburg ebenfalls die beschriebene ePortfolio-Funktionalität an, dementsprechend hat sich meine Tätigkeit auf diese Plattform verlagert. Dort betreibe ich unter anderem ein öffentliches ePortfolio, welches jedem registrierten OLAT Benutzer (also unter anderem jedem mit STiNE Kennung) zugänglich ist. Nach dem Einloggen in OLAT finden Sie mein öffentliches ePortfolio im Home Bereich unter “ePortfolio” – “freigegebene Sammelmappen” – “Alle Sammelmappen anzeigen”.

Weiterführende Informationen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.