Makroökonomie bei Prof. Dr. Ulrich Fritsche – Einführungsveranstaltung

Makroökonomie, als Gegenbegriff zur Mikroökonomie, sagt den meisten wohl grundsätzlich etwas. Für Inhalte der gleichnamigen Vorlesung, welche ich in diesem Semester besuche, wurden in der Einführungsveranstaltung exemplarisch das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Arbeitslosenquote, Inflation und Wachstumstheorie genannt.

Zur Einstimmung in den Kurs gab es einige quizartige Fragen: z.b. Wie hoch war die Arbeitslosenquote im September 2011 in Deutschland? Wie hoch in Europa? Wie hoch in den USA?

Interessant war vor allem nachfolgende Frage, welche mithilfe der Website gapminder.org beantwortet wurde:

Wie haben sich Pro-Kopf-Einkommen und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungsstand (z.B. gemessen an der Lebenserwartung) in Deutschland und Haiti seit 1800 entwickelt?

Ich wäre davon ausgegangen, dass diese Kennziffern in beiden Ländern signifikant gestiegen sind (Auch entsprechend dem Solow-Modell, das eine Konvergenz im Wachstum prognostiziert), bei nach wie vor deutlichem Vorsprung Deutschlands, auch wenn Haiti den Abstand verringert haben dürfte.

Allerdings habe ich mich getäuscht. Die Visualisierung der Kennziffern beider Staaten fand ich so interessant, dass ich mich hier nicht auf eine schriftliche Beschreibung derselben beschränken möchte, sondern in einem Video die Entwicklung, wie sie von gapminder.org dargestellt wird, verdeutlichen möchte:

Video nicht mehr verfügbar.

Gründe für das rückläufige Pro-Kopf-Einkommen von Haiti findet man bei Wikipedia:

Die innenpolitische Situation in Haiti war in den letzten Jahrzehnten durch wiederholte Krisen wie Staatsstreiche, ausländische Interventionen und/oder Diktaturen mit Ausbrüchen von gewalttätigen Konflikten, Verletzungen der Menschenrechte und chronische Instabilität gekennzeichnet

Man sieht im Vergleich sehr deutlich, dass es zwischen Haiti und Deutschland keine Konvergenz der Einkommen gibt (d.h. die pro/Kopf Einkommen nähern sich nicht an, das Gegenteil ist der Fall). Danny Quah, wohl ein berühmter Makroökonom hat dazu wohl die Hypothese der zwei Gipfel aufgestellt, deren Kernaussage mir ehrlich gesagt noch nicht klar genug ist, um sie hier wiederzugeben, was auch daran liegt, dass die in der Vorlesung gezeigte Grafik für sich genommen nicht aussagekräftig ist (weil nicht alle Parameter beschriftet waren) und mir die Erklärung nicht mehr im Detail in Erinnerung geblieben ist.

Da es sich allerdings um die Einführungsveranstaltung gehandelt hat und ich nach einem Blick in das Skript zur Vorlesung bzw. nach Sichtung der Literaturempfehlungen sicher mehr mit der Materie werde anfangen können, lass ich das erstmal so stehen.

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