Habermas Theorie des Kommunikativen Handelns Sitzung I (S. 14-24)

Protokoll der Arbeitsgruppe. Die drei Bausteine aller kohärenter gegenwärtiger philosophischer Theorie: formale Bedingungen der Rationalität des Erkennens (Vernunft) sprachliche Verständigung Handeln Nachmetaphysische und posthegelsche Zeit, in der das rein auf formale Bedingungen liegende Interesse durch empirische Herangehensweise ergänzt wurde Nachmetaphysisch bedeutet: Eintritt ins positive Stadium. Letztbegründungsanspruch in der jetzigen Philosophie immer wieder gescheitert=> Jetzt muss […]

Soziologische Phänomenologie

Die Phänomenologie findet sich in vielen soziologischen Arbeiten als Beschreibung für die empirische Herangehensweise der Autor_Innen. Darunter verstehe ich in der Regel, dass in der jeweiligen Arbeit Material empirisch untersucht wird und im untersuchten Material Dinge vorgefunden werden, die in einem positiven oder negativen Erklärungszusammenhang mit der Forschungsthese stehen. Wenn die Möglichkeit der Falsifikation nicht […]

Konversationsanalyse nach Harvey Sacks, Emanuel Schegloff und Gail Jefferson

An dieser Stelle hatte ich ursprünglich ein Youtube-Video verlinkt. Die Aufzeichnungen der Veranstaltung “Handlungstheorie” von Professor Dr. Ludwig Schneider sind allerdings noch über das Medienportal der Universität Osnabrück aufrufbar. Über das Suchformular, sollte sich die Veranstaltung finden lassen, die zu diesem Blogbeitrag gehört. Bei der Konversationsanalyse steht im Mittelpunkt, die routinierte Herstellung von Intersubjektivität innerhalb […]

Einführung in die Systemtheorie: Das AGIL-Schema von Talcott Parsons

Nach “The Structure of Social Action” von 1937, hat sich Talcott Parsons in den 40er und frühen 50er Jahren zunächst der Theorie sozialer Systeme zugewandt und ist daher mit dem Strukturfunktionalismus in Berührung geraten, aus dem sich seine Theorie nur allmählich freigearbeitet hat. Niklas Luhmann meint, dass dies in Rückgriff auf die Vorstellung “Action is System” geschehen […]

Harold Garfinkel – Kommunikative Dekonstruktion von Intersubjektivität

Professor Dr. Ludwig Schneider leitet die Skizzierung der Perspektive von Harold Garfinkel ein, mit der Herleitung, dass bei George Herbert Mead alles daraufhin ausgerichtet ist, zu erklären, wie Intersubjektivität auf der Ebene gemeinsam geteilten subjektiven Sinnes möglich ist. Da der “generalised other” bei Mead seinen Schwerpunkt in der Ebene der regelgeleiteten Kommunikation (game-Phase) hat, könnte […]

George Herbert Mead – Handlungssinn als Produkt sozialer Interaktion

Bislang wurde Handlungssinn in den Mitschnitten der Veranstaltung Handlungstheorie definiert, durch die Sinnvermeinung der Akteure im subjektiven Sinn. Handlungssinn ist also der Sinn, den Akteure selbst mit ihrem Handeln verbinden. Interaktion wurde definiert als der Prozess, in dem die subjektiven Sinnzuschreibungen, die Akteure mit ihrem Handeln verbinden, so miteinander verknüpft werden, das auch andere den […]

Alfred Schütz – Das Problem der Intersubjektivität

Da ich mich als Vorbereitung auf ein Referat über Sozialisation nach Nichtversetzung gerade mit dem symbolischen Interaktionismus und mit George Herbert Mead beschäftige, freut es mich, dass der Name Mead auch im Titel der neunten Sitzung Handlungstheorie enthalten ist. Zunächst geht es jedoch, anschließend an die letzte Sitzung, erneut um intersubjektives Verstehen und das, was […]

Subjektiver Sinn bei Alfred Schütz: “Weil” versus “Um-zu”

Mit Alfred Schütz geht es in der Vorlesungsaufzeichnung “soziologische Handlungstheorie” zurück zu den Klassikern der Soziologie. Es geht in dieser Sitzung darum, eine weitere Handlungskategorie kennenzulernen. Zunächst wird die Frage behandelt, wie es denn möglich ist, dass Gesagtes verstanden wird. Es gibt hier etwas, das im Alltag selbstverständlich zu funktionieren scheint. Jedenfalls bis auf kleine […]

Jürgen Habermas: kommunikatives Handeln und argumentativer Diskurs

Wie angekündigt, geht es in diesem Blogbeitrag weiter mit dem Thema “Kommunikatives Handeln bei Jürgen Habermas”, als Zusammenfassung und Reflexion über eine Sitzung aus einer Vorlesung über soziologische Handlungstheorie. Meine Zusammenfassung des vorangegangenen Teils findet sich hier. An dieser Stelle hatte ich ursprünglich ein Youtube-Video verlinkt. Die Aufzeichnungen der Veranstaltung “Handlungstheorie” von Professor Dr. Ludwig […]

Kommunikatives Handeln nach Jürgen Habermas

Jürgen Habermas hat in Auseinandersetzung mit normorientierten und zweckrationalen Handlungsmotiven festgestellt, dass es Grenzfälle gibt, die beiden Motiven gleichermaßen zuzurechnen sind. Vor diesem Hintergrund wird die Kategorie des dramaturgischen Handelns in der Vorlesung “Handlungstheorie” vorgestellt, die auf Erving Goffman zurückgeht. Diese wurde in Auseinandersetzung mit Parsons normativistischer Handlungstheorie entwickelt. Erving Goffman geht davon aus (The […]