Habermas Theorie des Kommunikativen Handelns Sitzung I (S. 14-24)

Protokoll der Arbeitsgruppe.

  • Die drei Bausteine aller kohärenter gegenwärtiger philosophischer Theorie:
    • formale Bedingungen der Rationalität des Erkennens (Vernunft)
    • sprachliche Verständigung
    • Handeln
  • Nachmetaphysische und posthegelsche Zeit, in der das rein auf formale Bedingungen liegende Interesse durch empirische Herangehensweise ergänzt wurde
  • Nachmetaphysisch bedeutet: Eintritt ins positive Stadium. Letztbegründungsanspruch in der jetzigen Philosophie immer wieder gescheitert=> Jetzt muss die Soziologie ran, weil sie begrifflich an Rationalität anknüpfen kann. Siehe Weber.
  • Soziologie ist der Überrest von politischer Ökonomie und Politikwissenschaft, welche beide nicht mehr die Gesellschaft betrachten
  • Soziologie muss Gesellschafttheorie sein, weil sie als einzige Rationalität erklären kann oder zumindest danach fragt.

TKH II (26.10.13) Vorläufige Begriffsbestimmung von Rationalität (S. 25-44)

  • kommunikative Rationalität: Aussagen müssen notfalls begründbar und kritisierbar sein. Ein Subjekt ist rational, wenn es rational Kommunizieren oder Handeln kann. Begründung muss transsubjektiven Geltungsansprüchen genügen.
  • komm. Rationalität vs. kognitiv-instrumentelle Rationalität

= “Phänomenologie vs. Ontologie”

  • Kommunikation basiert auf Hintergrundwissen der jeweiligen Lebenswelt. Lebenswelt wird als “objektive Welt” wahrgenommen. Bei Dissens wird eher die Fähigkeit zur “korrekten Wahrnehmung” angezweifelt.
  • rational können nicht nur Aussagen zur Wahrheit und Wirksamkeit von Handlungen sein, sondern auch Äußerungen über Richtigkeit von Normen, sowie Wahrhaftigkeit von Gefühlen, Angemessenheit von Wertstandards (evaluative Äußerungen). (siehe Tabelle. S. 45)

TKH III (14.11.) Argumentationstheorie Exkurs

– Argumentative Rede kann in drei Formen auftreten:

1. als Prozess: „verständigungsorientiertes Handeln“ im klaren Rahmen, denn nur mit Hilfe des „besseren Argumentes“. (Was geht da ab? / „Rhetorik“)

2. als Prozedur: formale Form von Argumentation:

a) problematisch gewordener Geltungsanspruch,

b) der nur mit Gründen geprüft und frei von Handlungs- und Erfahrungsdruck

c) zwischen Proponent und Opponent ausgehandelt wird

(Wie geht das ab? „Dialektik“)

3. als Produkt: Betrachtung der Argumente, die genutzt werde, um Geltungsansprüche zu belegen. (Welche Qualität hat ein Argument? Wie Stichhaltig ist es? / „Logik“)

Kritik vs. Diskurs. Diskurs ist universell, Kritik funktioniert vor bestimmten lebensweltlichen Hintergründen. Bsp.: Kunst wird nur in einem bestimmten kulturellem Rahmen gleich verstanden und für gut befinden.

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