ePortfolio für StudienanfängerInnen (Zwischenbericht)

Seit Juli 2011 bin ich in der glücklichen Lage am Projekt “ePortfolio für StudienanfängerInnen” aus dem Förderprogramm “Seminare ans Netz” im Rahmen meiner Tätigkeit im zentralen eLearning-Büro der Universität Hamburg mitwirken zu dürfen. (Edit: Wie es dazu kam, können Sie hier nachlesen)

Eines der Elemente ist dabei folgende Zielsetzung:

“Ziel dieses Projektes ist es, das neu entwickelte ePortfolio in OLAT den Studienanfängern im Wintersemester 11/12 zur eigenen Reflexion und Studienorganisation an die Hand zu geben. Das ePortfolio soll die Studierenden darin unterstützen, ihre Entwicklung im Studium zu dokumentieren, ihre Zielsetzung zu vergegenwärtigen und ihren Studienverlauf zu gestalten.”

Im Laufe meiner Tätigkeit entwickelten wir einen OLAT Begleitkurs, um Studierende an die ePortfolio-Tätigkeit heranzuführen und dabei, entsprechend der Möglichkeiten, zu betreuen. Ferner galt es die didaktischen Rahmenbedingungen und Begriffsdefinitionen festzulegen – etwa: mit welcher Art von ePortfolio-Konzept sollten Studierende konfrontiert werden, wie offen darf ein ePortfolio sein und welche Bestandteile sollte ein ePortfolio unbedingt haben?

Um den Studierenden dabei nicht zu viele Vorgaben zu machen und die Kreativität nicht einzuschnüren ist das ePortfolio, wie es den StudienanfängerInnen vorgestellt wird, folgerichtig vollkommen frei, also sowohl erweiterbar als auch veränderbar. Die vollkommene Freiheit betrift auch die Möglichkeit der Veröffentlichung. Grundsätzlich ist das ePortfolio nur seinem Besitzer sichtbar (auch Kursbetreuer, Dozenten, etc. haben auch persönliche ePortfolios keine Einsicht), jedoch hat dieser die Möglichkeit es freizugeben – egal ob einzelnen Benutzern, Gruppen, der gesamten OLAT Lernplattform, oder sogar Personen von außerhalb. Einer der Hintergründe der grundsätzlichen nicht-sichtbarkeit ist dabei, dem ePortfolio-Führenden die Möglichkeit zu geben, vollkommen persönliche und private Inhalte zu verwenden, die in einem ePortfolio sicher ihre daseinsberechtigung haben dürften.

Ein weiterer interessanter Aspekt und Grund sein ePortfolio nicht zu veröffentlichen ist dabei die selektive Authentizität:

Die eigenen Gefühle offen auszudrücken bedeutet aber nicht, ungefiltert alles zu sagen, wonach mir gerade ist. So wäre es beispielsweise unangebracht, wenn ein Angestellter zu seinem Chef sagen würde: „Ich habe eine solche Wut, dass ich Ihnen am liebsten eine Ohrfeige geben würde.“ Ich muss mir auch Gedanken darüber machen, wie das, was in mir vorgeht und was ich davon äußere, vom anderen gehört und aufgefasst wird.

Offenheit ist nicht von Anfang an zwischen Menschen vorhanden, sondern muss vorsichtig erworben und gelernt werden. Außerdem verträgt nicht jede Beziehung das gleiche Ausmaß an Offenheit. Allerdings gilt für jede Art der Beziehung, dass das, was ich sage, auch echt sein soll.

(zur Quelle)

Soweit erstmal einer von vielen Aspekten, die beim didaktischen Unterbau des ePortfolio-Projekt berücksichtigt werden mussten.

Zum (vorläufigen) Abschluss noch ein Film, der in der Vorbereitungsphase entstanden ist und den TeilnehmerInnen den Einstieg in die Benutzung erleichtern soll:

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Zur Quelle

Soweit der erste Zwischenbericht über dieses Projekt. Weitere Informationen werden folgen.

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