Diskussion um das ePortfolio. Teil 1 – Exportmöglichkeiten

In der letzten Woche war ich an diversen Diskussionen zum Thema ePortfolio beteiligt. Beispielsweise wurden auf der Veranstaltung “Fachforum ePortfolio” der Goethe Universität Frankfurt zahlreiche Praxiserfahrungen mit dem ePortfolio an Hochschulen vorgestellt und diskutiert.

Ein Punkt, der für viel Gesprächsstoff sorgte, war die mangelhafte Exportmöglichkeit aller ePortfoliosysteme, egal ob OLAT, Mahara oder Mahoodle (eine Verknüpfung aus der Lernplattform Moodle und Mahara). Diese Kritik war in dieser Woche auch Bestandteil eines Blogbeitrages von Daniel Spielmann, Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg.

Während ePortfolio-Experten der Grund für diese mangelnde Exportmöglichkeit bekannt ist, ist Seitens der Nutzer und von Aussenstehenden wenig Verständnis zu erwarten, wenn ein erfolgreich geführtes ePortfolio nach dem Verlassen der Hochschule möglicherweise nicht mehr zur Verfügung steht. Aus diesem Grund möchte ich hier meine Sicht der Ursachen darlegen.

Was ist eigentlich ein ePortfolio? In der Regel eine Zusammenstellung von Artefakten. Wie diese Zusammenstellung aussieht ist dabei häufig von ePortfolio zu ePortfolio extrem unterschiedlich – damit ist nicht etwa die Plattform gemeint, sondern bereits das individuelle ePortfolio des Nutzers selbst.

Dazu kommen nochmals plattformbedingte Unterschiede. Zusätzlich zu ePortfolio Plattformen (z.B. Mahara und OLAT) gibt es eigene ePortfolio-Interpretationen, exemplarisch sei hier das m(e)Portfoliokonzept von Ralf Appelt erwähnt.

Der Wunsch, ePortfolios auch als Prüfungsleistung einsetzen zu können, und die unterschiedliche Praxis diesbezüglich an manchen Hochschulen, führt zu weiteren gravierenden Unterschieden. Bei einigen ist das ePortfolio die Prüfungsleistung, andere Nutzen die Möglichkeit bestimmter Prüfungsordnungen eine mündliche Prüfung vorzunehmen, in der die eigene Nutzung des ePortfolios präsentiert und erklärt wird, das ePortfolio ist dann also nicht Prüfungsleistung, sondern lediglich die Basis dafür.

Ein Ergebnis der Diskussion in Frankfurt war auch, dass eine Kategorisierung von ePortfolios, etwa wie sie durch Prof. Dr. Thomas Häcker (z.B. Netzportfolio, Kursportfolio, Lernportfolio, Abschlussportfolio, etc.) [1] oder Peter Baumgartner (z.B. Reflexionsportfolio, Entwicklungsportfolio, Präsentationsportfolio) [2] vorgeschlagen wurde, in der Praxis nicht funktioniert. Wenn sich ePortfoliotypen allerdings nicht kategorisieren lassen, es also keine Vereinheitlichung gibt, wie diese aussehen sollen, wie sollte man sie dann in ein anderes System übertragen können?

Die IMS Spezifikation Der IEEE Standard zu ePortfolios versucht eine ähnliche Kategorisierung von ePortfolios (z.B. sind hier auch Prüfungseportfolios definiert), bringt also der deutschen Hochschullandschaft ebenfalls keine Problemlösung bringt. Davon abgesehen wird er durch keines der mir bekannten ePortfolio-Systeme eingehalten.

Soweit der unbefriedigende Stand bezüglich Exportmöglichkeiten.

Ein zusätzliches Problem beim OLAT-ePortfolio ist, dass aktuell auch kein Export/Import von OLAT zu OLAT möglich ist, was Daniel Spielmann in seinem Blog richtig feststellt.

Ganz erstaunlich finde ich, dass OLAT einem die Mitnahme der eigenen Arbeit selbst dann verbietet, wenn man beispielsweise in Hamburg fertig studiert hat und an eine Uni weiterzieht, die ebenfalls auf OLAT setzt: selbst der Import in ein anderes OLAT ist nicht möglich! (Quelle)

Das OLAT-ePortfolio ist neu. Es wurde erst 2010 entwickelt und steht ersten Hochschulen seit Beginn 2011 zur Verfügung. Bis alle Hochschulen, die OLAT einsetzen, auch die aktuelle Version von OLAT einsetzen, die über die ePortfolio-Erweiterung verfügt, wird es noch etwas dauern. Die Universität Hamburg hat diesen Schritt erst in den letzten Semesterferien, kurz vor Beginn des aktuellen Wintersemesters 2011/2012 vollzogen. Es ist denke ich nachvollziehbar, dass das ePortfolio dementsprechend noch nicht perfekt sein kann und an manchen Stellen nachgebessert werden muss. Das Szenario, welches einen Import/Export von OLAT zu OLAT notwendig macht, beispielsweise der Hochschulwechsel eines Studierenden, war wohl in der Prioritätenliste nicht so hoch, als dass er durch die Finanzierung der Entwicklung des ePortfolio direkt mitumgesetzt werden konnte. Unabhängig von den zukünftigen finanziellen Möglichkeiten der Universität Hamburg stimmt mich die Tatsache, dass das OLAT-ePortfolio bereits an anderen Hochschulen, neben der UHH, erfolgreich eingesetzt wird (beispielsweise an der Goethe Universität Frankfurt, sowie der Technischen Universität Kaiserslautern und das sind nur die Beispiele von denen ich weiß) zuversichtlich, dass unter anderem dieses Problem in Zukunft gelöst werden kann.

Die nachhaltige Verwendung des ePortfolio, über das eigene Studium hinweg (Stichwort Lebenslanges Lernen), wird sich damit allerdings nicht lösen lassen. Tatsächlich gab es in Frankfurt auch das Beispiel einer Hochschule (FOM – Hochschule für Ökonomie und Management), die dieses Problem umgeht, indem sie auf die öffentliche Plattform Mahara.org ausweicht, anstatt eine eigene Installation zu betreiben. Unter anderem durch eine Präsentation auf die ich gestoßen bin von Christian Franck von der Frentix GmbH (Präsentation hier verfügbar), habe ich mir schon vor einiger Zeit Gedanken darüber gemacht, wo der richtige Ort für eine Plattform ist, in der ich ein lebenslanges ePortfolio führe. Die Lösung: Nirgendwo – eine solche Plattform oder Institution kann es nicht geben, dafür sind technische Entwicklungen viel zu schnelllebig. Auch deswegen darf man die Frage, nach der Interoperabilität verschiedener ePortfolio-Systeme nicht aus den Augen lassen. Langfristig ist eine technische Übertragungsmöglichkeit eines Mahara-ePortfolio in ein OLAT-ePortfolio in ein…-ePortfolio notwendig.

[1] vgl. Häcker, T. (2007): Portfolio: ein Entwicklungsinstrument für selbstbestimmtes Lernen: Eine explorative Studie zur Arbeit mit Portfolios in der Sekundarstufe I, Hohengehren, S. 132
[2] vgl. Meyer, T. / Mayrberger K. / Münte-Goussar S. (2011): Kontrolle und Selbstkontrolle. Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen, S. 209

8 Gedanken zu „Diskussion um das ePortfolio. Teil 1 – Exportmöglichkeiten

  1. Ralf Appelt sagt:

    Ich möchte noch einmal verdeutlichen, dass mePortfolio kein neues Konzept ist oder an eine bestimmte technische Lösung (OLAT, Mahara, Moodle, WordPress, …) gebunden ist, sondern, dass es demjenigen der das Portfolio führt ermöglicht werden sollte seine Inhalte und Kollektionen von Artefakten mit zu nehmen. Von Hochschule zu Hochschule, aber auch z.B. aus der Schule in die Hochschule und z.B. in das Referendariat oder die spätere Berufstätigkeit.
    Wordpress bietet aktuell, seit geraumer Zeit und vermutlich auch noch die nächsten Jahre die Möglichkeit Systeme an Bildungseinrichtungen zu hosten, privat zu hosten ohne ein ganzes LCMS o.ä. zu installieren oder das Hosting bei externen WordPress Anbietern. Das Sammeln und Annotieren, sowie das Erstellen von eigenen Artefakten ist ebenso möglich. Deshalb ist WordPress bisher mein klarer Favorit was Software für den Protfolioprozess angeht.
    Die durchweg positiven Rückmeldungen der damit arbeitenden Studierenden bestärkt mich darin.

    Ich halte es für Sinnvoll auch den Portfolio-Nutzern eine gewisse Wahlfreiheit bzgl. der Tools zu ermöglichen, denn die Nutzer sind wenigstens ebenso unterschiedlich wie die Systeme die zum Führen eines ePortfolios genutzte (zweckentfremdet) werden können.

    Was die Wahl des Systems angeht kommt man vermutlich um eine „always beta“ Lösung nicht herum, denn die bereits genannte Entwicklung ist weder bei Open Source noch bei gekauften System aufzuhalten.

  2. Ilona Buchem sagt:

    “Ich halte es für Sinnvoll auch den Portfolio-Nutzern eine gewisse Wahlfreiheit bzgl. der Tools zu ermöglichen, denn die Nutzer sind wenigstens ebenso unterschiedlich wie die Systeme die zum Führen eines ePortfolios genutzte (zweckentfremdet) werden können.”

    Da kann ich Ralf nur zustimmen. Meine Beobachtung ist, dass in vielen Fällen diese Studierenden, die eigene Tools zur Gestaltung von ePortfolios auswählen und nutzen dürfen, viel motivierter und engagierter an die Gestaltung von eigene ePortfolios rangehen. Und ich betrachte alle diesen Aktivitäten, wie u.a. das Aussuchen, das Testen, das Auswählen, das Entscheiden, das Einsetzen, das Kombinieren und das Verändern von digitalen Werkzeugen als wichtige Lernprozesse und Bestandteile der Medienkompetenzförderung.

    Gibt’s gerade auch dazu eine Diskussion auf LinkedIn in der “E-Portfolio Research Group” – würde mich auf den Austausch freuen!

  3. Daniel Spielmann sagt:

    Wahlfreiheit hinsichtlich der Software ist sicher ein feine Sache, allerdings wirft sie für die Institution einige Fragen auf, wenn – wie im Falle von OLAT – die Bewertung zum Zwecke des Leistungsnachweises ein entscheidender Aspekt beim Einsatz von ePf ist. In wie fern sind ePfs unterschiedlicher Systeme miteinander vergleichbar? Der ePf GK stellte, wenn ich das richtig sehe, diese Frage bereits Anfang des Jahres – sind inzwischen vergleichende Studien oder empirische Instrumente bekannt, die einen solchen Vergleich erlauben?

    Einige vielleicht hilfreiche Ansatzpunkte findet man vielleicht hier:
    http://mahara.org/user/view.php?id=238
    Dabei fällt natürlich auf, dass wordpress für die Unterstützung der reflexiven Praxis nicht die optimale Wahl zu sein scheint. (Btw. sehe ich darin den Kern der Portfolio-Arbeit.) Ich denke aber, dass hier gezieltes didaktisches Handeln helfen könnte, diesen offenkundigen Nachteil wettzumachen. Daher die Frage: Wie kann der Lernbegleiter auch bei der Verwendung von wordpress nachhaltig zur reflexiven Praxis anhalten?

    Ich mach gerade eine Weiterbildung, im Rahmen derer man ein Mahara-Portfolio anzulegen hat. Das vermittelt mir aktuell einen Eindruck davon, wie unerquicklich es ist, von Institutionen immer wieder andere Plattformen vorgeschrieben zu bekommen, die im eigenen PLE eigentlich keine Rolle spielen oder Funktionen erfüllen, die im PLE bereits durch andere Werkzeuge abgedeckt werden. Als Lerner strecke ich daher also den Daumen nach oben, wenn es um Wahlfreiheit geht. Man müsste es nur der Institution verkaufen…

    “würde mich auf den Austausch freuen!”
    Da schließe ich mich an.

  4. Michael Karbacher sagt:

    Danke für die Kommentare!

    @Ralf Appelt: Der Dauerbrenner Offen VS. geschlossen ist als Teil 2 geplant 🙂 Als Vorbereitung für alle Interessierte hier mal was aus dem Jahre 2008, als ePortfolios noch eines der angesagtesten Themen waren: http://loveitorchangeit.com/2008/01/18/ein-plaedoyer-fuer-offene-eportfolios/

    @Ilona Buchem: Danke für den Hinweis auf die Diskussion. Dafür muss ich mir zwar extra einen LinkedIn Account anlegen, aber das scheint es wert zu sein.

    @Daniel: So wie ich das sehe, führen schon Unterschiede in den Plattformen selbst dazu, dass ein Export/Import auf absehbare Zeit nicht existieren wird. Die technischen und inhaltlichen Unterschiede sind gravierend, eine interoperabilität zwischen zwei oder gar mehr Systemen ist momentan unrealistisch. Beispielsweise ist das Stud.IP ePortfolio, um noch ein weiteres System erwähnt zu haben, extrem auf Kompetenzdarstellung ausgerichtet, wohingegen OLAT/Mahara doch sehr viel mehr Spielraum für vielfältige ePortfolioarbeit lassen.

    Eine Übersicht über die Funktionalitäten des Stud.IP ePortfolios (das beispielsweise an der TUHH eingesetzt wird) findet man hier: http://hilfe.studip.de/index.php/Basis/EPortfolio

  5. Jörg Hafer sagt:

    Ich möchte mich gerne in die Diskussion einklinken, da wir an der Uni Potsdam in den nächsten Monaten ebenfalls vor der Aufgabe stehen werden, auf diese Fragen Antworten zu finden und ich einen Teil der Diskutant(inn)en ja auch kenne und schätze. Weiterhin ist dies eine Diskussion, die wir in der Berliner E-Portfolio-Initiative schon mehrmals gewälzt haben.
    Eine Exportfunktion ist ein wesentlicher Bestandteil eines E-Portfolio-Systems, dass scheint mir ein unstrittiger Punkt, schon mal aus Gründen der persönlichen Datensicherung. So viel ich weiß kann z.B. Mahara aber tatsächlich auch zumindest ein Mahara-Portfolio-File exportieren und dieser kann wieder in ein Mahara-System importiert werden. Das sollte OLAT ja wohl auch hinbekommen? Hier fände ich eine Nachfrage bei den OLAT-Akteuren hilfreich, Daniel Spielmanns referenzierter Beitrag bezieht sich ja, wenn ich das richtig sehe, auf eine Aufzeichnung aus dem Jahr 2010. @Michael: Oder kannst Du dazu eine weiterführende Auskunft zum aktuellen Stand geben?
    Die andere, damit eng zusammenhängende aber nicht die gleiche, Frage ist die nach den Schnittstellen und Umgebungen zur weiteren Verwendung eines z.B. an der Hochschule erarbeiteten Portfolios.
    Michael schreibt, der IEEE/IMS ePortfolio Spezifikationen ziele vor allem auf die Kategorisierung von E-Portfolios ab. Das sehe ich anders: Wir haben vor ca. 3 Jahren in einer Projektgruppe den Versuch gestartet, diese IMS Spezifikationen auf konkrete Portfolios “anwendbar” zu machen und mussten damals feststellen, dass dies eine erhebliche “Übersetzungsleistung” erfordert, da viele der Specs offenbar “am grünen Tisch” entworfen wurden und mit unseren konkreten Anwendungsfällen nur schwerlich in Deckung zu bringen waren. Die Struktur der IMS-Specs fande ich allerdings vom Ansatz her nicht völlig unbrauchbar, dort werden z.B. Artefakte, Nachweise oder die Profildaten getrennt definiert.
    Seinerzeit hatte ich die diversen Standards, die im Gespräch waren, schon mal gesammelt und auf einer Google-Seite zusammengestellt: – die Aufstellung hier ist aber sicher nicht mehr aktuell, gebe ich aber hiermit gerne in die Diskussion (Achtung, langer Link)

    http://www.google.com/notebook/public/12186591383827987182/BDRXCQwoQ6qee5-8i?hl=de

    Die Anschlussfähigkeit und Wiederverwendbarkeit von E-Portfolios ist sicher eine der drei zentralen Herausforderungen für die Zukunft der E-Portfolio-Systeme (neben der Frage der Eignerschaft und des Vertrauens). Ich denke also, dieses Thema sollte noch weiter differenziert werden. Meine Positionen und Fragen wären also
    – Eine E-Portfolio-Plattform sollte auf jeden Fall die Möglichkeit des Exports und der Sicherung der eigenen Daten umfassen.
    – Die Forderung nach Standards für E-Portfolio-Daten ist sicher sinnvoll und eine zentrale Frage. Ich möchte aber zu Bedenken geben, dass sich Standards nicht “beschließen” lassen. Standards entstehen durch Gebrauch und Akzeptanz. Die Frage ist also Wer die Portfolios für welchen Zweck Nutzen will, z.B. für Bewerbungen oder Karriereberatung, persönliches Wissens- und Kompetenzmanagement etc. Von daher ist es eine hilfreiche Entwicklung, wenn genau dieser Bedarf entsteht.
    – Damit taucht aber auch die Frage auf, in welcher Umgebung und mit welchem Zweck ein Portfolio z.B. im Berufsleben weiter genutzt werden soll. Hier sehe ich noch kaum Ansätze. Am ehesten schließt das Konzept ja an HRM-Management, “Talent-Management” (da habe ich zugegebenermaßen keine Kenntnisse) oder Job-Portalen auf. Entsprechend hat sich in diesem Feld auch ein Standard gebildet, eben weil er hier auch gebraucht und genutzt wird.
    – Die Möglichkeit von öffentlichen, zentralen E-Portfolio-Instanzen als “Public Service” sollte m.E. weiter im Auge behalten werden. Hier gibt es aber, so wie ich das sehe, noch viele kritische Fragen zu beantworten, z.B. Will man wirklich einen solchen zentralen Datenpool überhaupt schaffen? Ist damit nicht vorbestimmt, dass es hier zu Datenpannen und Angriffen kommen wird? Gibt es schlauere, dezentrale Konzepte die es lohnen, weiter verfolgt zu werden? (Stichwort: Diaspora-Projekt)

    Auf den weiteren Austausch mit Euch freue ich mich – und ich bin gespannt, was wir aus dem OLAT-Projekt noch lernen können.

  6. Die Frage bezüglich Import/Export in OLAT wurde schon mehrfach erläutert: niemand wehrt sich gegen eine solche Funktion, es ist einfach eine Frage der Entwicklungskosten. Es ist auch nicht ganz trivial dies zu implementieren, es braucht also schon ein bisschen Aufwand!

    Wer also die Funktion vermisst, der kann sich gerne bei mir melden und das notwendige Geld auftreiben damit wir die Entwicklung vorantreiben können, ich würde mich sehr freuen!

  7. Ralf Appelt sagt:

    @Florian Gnägi: Ich finde man sollte nicht noch mehr Geld in OLAT Entwicklung stecken. Lieber eine brauchbare Stand-Alone Lösund in die man sich mit seinen OLAT Daten einloggen kann.

    @Michael Karbacher: Du hast gesehen wer Autor des Posts bei http://Loveitorchangeit.com ist, oder? Trotzdem danke für den Tipp 😉

    @Daniel Spielmann: Im Ausführlichen Bericht der von Dir genannten Evaluation der E-Portfolio Tools steht zu Reflexion & WordPress:

    5.12.3 Reflektieren, Prüfen, Nachweisen und Planen
    Wordpress bietet keine fertigen Vorlagen für Portfolioarbeit, da es nicht dezidiert als E- Portfoliosoftware entwickelt wird. Für Feedback kann die Kommentarfunktion des Weblogs verwendet werden, in den Profildaten gibt es ein einziges Feld für “Biographische Angaben”. Theoretisch bestünde die Möglichkeit über so genannte “Seiten mit benutzer/innendefinierten Feldern”, Templates zu verschiedenen Zwecken zu erstellen. Allerdings muss das jeweilige „Theme“ dies unterstützen und jeder User/jede Userin muss die Vorlage nach einer Anleitung selbst erstellen.

    Das ist mit den “Custom Post Types” in aktuelleren WordPress-Versionen m.E. nicht mehr aktuell.
    Allerdings halte ich solche vorgegebene Struktur für ein unnötig enges Korsett. Ich würde lieber ein paar strukturierende und zur Reflexion anregende Fragen als Entwurf Speicher die zur Erstellung neuer Beiträge genutzt werden können – oder auch nicht!
    Für Biographische Informationen findet sich in WordPress viel Platz 😉

    Freue mich auf Folgebeiträge in diesem E-Portfolio Kommentarbereich. Gleichzeitig frage ich mich wie diese Diskussion mit genau den selben beteiligten in OLAT, Mahara und anderen “sicheren” (weil nicht-öffentlichen) Systemen hätte zustande kommen sollen. Ich bin für diesen Austausch sehr dankbar!

    Grüße Ralf

  8. Michael Karbacher sagt:

    Freue mich auf Folgebeiträge in diesem E-Portfolio Kommentarbereich. Gleichzeitig frage ich mich wie diese Diskussion mit genau den selben beteiligten in OLAT, Mahara und anderen “sicheren” (weil nicht-öffentlichen) Systemen hätte zustande kommen sollen. Ich bin für diesen Austausch sehr dankbar!

    Niemand bestreitet, dass öffentliche Foren, Blogs, etc. eine Daseinsberechtigung haben. Es ist lediglich so, dass wir im zentralen eLearning-Büro unter einem ePortfolio etwas anderes verstehen. Wir möchten, dass in ein persönliches ePortfolio auch persönliche Inhalte einfließen können, das ist in einem öffentlichen ePortfolio nicht im selben Umfang möglich. Damit ist auch nicht nur selektive Authentizität, also dass man Formulierungen vorsichtig wählen sollte, gemeint, sondern auch, dass Inhalte, die in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben, die aber trotzdem wesentlich für den Erfolg des Studiums sein können, auch reflektiert werden sollten. Einzelne Beiträge in einem WordPress-Blog auf privat zu stellen bietet dafür keine zufriedenstellende Lösung.

    Zusätzlich dazu geht es auch darum, die übliche Praxis, einmal pro Semester sein Wissen in Form einer Klausur wiederzugeben, zu verbessern – weg vom Bulimielernen, hin zu konstantem Lernen und reflektieren. ePortfolios werden teilweise bereits als Ersatz zu Klausuren eingesetzt, wie in Frankfurt von verschiedenen Teilnehmern dargestellt wurde. Dies mit öffentlichen WordPress-Blogs (“ePortfolio”) erreichen zu wollen ist unrealistisch und geht an der Realität, wie sie sich mir an der UHH darstellt, vorbei. ePortfolios auf Basis von OLAT bieten hier eine bessere Perspektive, an der TU Kaiserslautern sind Prüfungen auf Basis von OLAT-ePortfolios bereits Praxis.

    @Michael Karbacher: Du hast gesehen wer Autor des Posts bei http://Loveitorchangeit.com ist, oder? Trotzdem danke für den Tipp 😉

    Das ist mir nicht entgangen, das Blog kenne ich bereits seit einigen Monaten. (Siehe Kommentar hier: http://bit.ly/hyUrIG ). Der Link war als Hinweis für andere gedacht, die hier mitlesen und die mit der Diskussion öffentliches ePortfolio VS. ePortfolio-Software (Mahara/OLAT,Commsy,Stud.IP,etc.) nichts anfangen können.

    Um an dieser Stelle nochmal zu den Exportmöglichkeiten zurückzukehren:

    Es ist tatsächlich so, dass OLAT momentan keinen (einfach zu bewerkstelligen) Export eines ePortfolios von einer OLAT Installation zu einer anderen OLAT Installation kann.

    In OLAT gibt es im eigenen ePortfolio 3 Typen von Artefakten: Blogs/Lerntagebücher, Dateiartefakte, Textartefakte.
    Zusätzlich kann ein Benutzer in OLAT-Kursen solche Inhalte per Mausklick ins eigene ePortfolio importieren, die er selbst erstellt hat. Beispielsweie Wikiseiten, Podcasts, Blogartikel, Dateien (aus Dateiordnern).

    Dabei zählt ein Artefakt vom Typ Blog/Lerntagebuch als ein Artefakt, unabhängig davon wieviele Beiträge es enthält. Es ist technisch vorgesehen (auch wenn wir dabei aktuell noch an der UHH Umsetzungsschwierigkeiten haben), externe RSS-Feeds zu importieren, d.h. mein XML-Feed, hier aus diesem Blog könnte ich als ein Lerntagebuch/Blog in mein OLAT-ePortfolio importieren (Export funktioniert natürlich genauso).

    Das bedeutet, dass ein OLAT-ePortfolio, welches aus 2 Dateiartefakten und einem Lerntagebuch besteht (auch wenn es dutzende Einträge sind) relativ simpel ex- und importiert werden kann.
    Wenn ich in meinem ePortfolio eine Vielzahl an Datei- und Textartefakten habe wird es schwieriger.

    Unabhängig davon, dass der Import/Export von OLAT-ePortfolio zu OLAT-ePortfolio sicher wünschenswert ist muss man hier auch bedenken, dass dies ein Problem ist, dass sich selten stellt weil OLAT kein System ist, dass man betreibt, um ausnahmslos die ePortfolio-Funktionalität zu benutzen.
    Deswegen ja auch die Frage nach einem ePortfolio-Standard und der grundsätzlichen Exportmöglichkeit von ePortfolios.

    Was Mahara angeht: Ich werde versuchen nochmal genauer die technischen Möglichkeiten bezüglich des Exports in aktuellen Versionen zu recherchieren, bzw. nach Möglichkeit Experten vom Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung befragen, weil dort Mahara im Master of Higher Education eingesetzt wird. An der TU Darmstadt, ebenfalls dabei in Frankfurt, wird Mahara eingesetzt. Eines der dargestellten Schwierigkeiten war, dass das ePortfolio den Studierenden nach der Exmatrikulation nicht mehr zur Verfügung steht. Ob dies einen technischen Grund hatte, oder ob es daran lag, dass die Studierenden nicht in der Lage waren eine eigene Mahara Installation zu betreiben, oder vielleicht nicht gewillt waren auf eine öffentliche Mahara Installation umzusteigen (z.B. mahara.org) kann ich momentan nicht rekonstruieren.

    Gruß
    Michael

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