Blogs sind tot.

Update 4. Januar 2012: Es ist mir leider nicht so recht gelungen auszudrücken, was ich ausdrücken wollte und was Ursache meiner Verstimmung, bzw. düsteren Zukunftsprognosen ist. Erfreulicherweise bin ich gerade bei Spreeblick auf einen Blogbeitrag gestoßen, der sehr gut auf den Punkt bringt, was mich an der aktuellen Bloglandschaft bzw. dem Internet als Ganzes stört.

Hier mein originaler Post:

Ich kann mich an Zeiten erinnern, als ich Basicthinking, den Werbeblogger, das Bildblog und viele weitere Weblogs als Startseite in meinem Browser eingerichtet hatte.

Das ist schon lange nicht mehr so.

Mein subjektiver Eindruck ist, dass der Hype um das Medium Blog seit längerem vorbei ist. Blogs haben sich für bestimmte Zwecke etabliert, aber die Orte, an denen man umfassend zum eigenen Interessengebiet informiert wird, sind sie nicht mehr.

Stattdessen startet mein Browser jetzt mit Twitter und Facebook. Blogartikel, über die ich auf diesen Plattformen in Kenntnis gesetzt werde rufe ich nur noch bei Bedarf auf, zum Beispiel wenn mir ein Titel ins Auge springt.

Blogs als neues, innovatives Medium zu behandeln, welches sich im Bildungsbereich zum selbstmotivierenden, selbstreflexiven Einsatz eignet, setzt an einen allgemeinen Trend an, der vor Jahren realität war, es aber heute nicht mehr ist.

Nur eine spontaner Einfall, den ich vor dem schlafengehen noch kurz fixieren wollte… Meinungen? Gegenthesen? Bestätigung? Irgendjemand da draußen, der sich noch für Blogs interessiert???

3 Gedanken zu „Blogs sind tot.

  1. jfietkau sagt:

    Soziale Netzwerke ersetzen Blogs tatsächlich in einigen Hinsichten, aber längst nicht in allen. (Davon abgesehen, dass je nach Definition Twitter teilweise auch als eine spezielle Art von Blog bezeichnet wird.)

    Ich halte Blogs als Möglichkeit, die eigenen Gedanken ausführlich, weltöffentlich und halbwegs auffindbar zu organisieren für alles andere als passé – auch wenn ich zugegebenermaßen selbst mit dem Bloggen zeitlich etwas hinterher bin. 😉

    Facebook und co. erfüllen einfach einen anderen Zweck. Viele Leute haben früher auf ihren Blogs exakt das gemacht, was Facebook leistet. Die Leute brauchen jetzt natürlich kein Blog mehr, weil Facebook für manche Sachen halt einfacher ist. Für andere ist es eher weniger gut geeignet, z.B. ist Facebook meiner Ansicht nach ein lausiges langfristiges Archiv.

  2. Steffen sagt:

    Ich wette einfach mal dagegen! 🙂

  3. DasNordlicht sagt:

    Facebook, Twitter und Google Plus können Blogs nicht ersetzen!

    Ein eigener Blog ist die Heimat im Netz, es ist die zentrale Anlaufstelle.
    Die 3 oben genannten Plattformen regeln was und wie gesehen werden kann, sie haben das Hausrecht.

    Die Frage ist wohl ehr wie gestaltet man das eigene Blog um es auch für andere attraktiv und lesenswert zu machen. Dazu habe ich leider noch nicht die ultimative Lösung gefunden. Einen sehr großen Teil wird die Persönlichkeit hinter dem Blog ausmachen, gute Blogs sind entweder Spezialisten auf ihrem Gebiet, oder haben einen kommerziellen Hintergrund der das Blog finanziert. Gemeinschaftlich an einem Blog zu schreiben bringt auch sehr viel, ein gutes Beispiel dafür ist das Landesblog.de

    Für mich ist es wichtig das sich die Blogger untereinander verlinken und kommentieren, ob es etwas bringt sich einer Iron Blogger Initiative anschließt kann ich nicht abschätzen aber so falsch wird es nicht sein um sein eigenes Netzwerk aufzubauen.

    Blogs sind alles andere als tot, sie sind kein Hype mehr aber das muss auch nicht so sein mir geht es um den Inhalt.

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