Integrative sozialökonomische Wirtschaftsethik

Meine Wahrnehmung in diesem Bereich könnte falsch sein, aber gefühlt sind spätestens seit der Banken- und Finanzkrise, die 2007 als US-Immobilienkrise begann, stärkere Stimmen wahrzunehmen, die die Form des Wirtschaftens in modernen Gesellschaften hinterfragen. Eine Konsequenz davon ist die Konjunktur von Lehrstühlen für Wirtschafts- und Unternehmensethik an betriebswirtschaftlichen Fakultäten. In diesem Sommersemester hatte ich die Gelegenheit […]

Triangulation in der Soziologie

Bezüglich meines Studiums habe ich festgestellt, dass die Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Soziologie viel spannender und erkenntnisreicher abläuft, wenn ich im Vorfeld mit den aktuellen Handlungsfeldern und den korrespondierenden Erkenntnisständen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der berufliches Praxis konfrontiert bin. Diese verwenden offenkundig (in unterschiedlicher Auswahl) die selben Grundlagen, wodurch sich mir die enorme […]

Einführung in die Systemtheorie: Das AGIL-Schema von Talcott Parsons

Nach “The Structure of Social Action” von 1937, hat sich Talcott Parsons in den 40er und frühen 50er Jahren zunächst der Theorie sozialer Systeme zugewandt und ist daher mit dem Strukturfunktionalismus in Berührung geraten, aus dem sich seine Theorie nur allmählich freigearbeitet hat. Niklas Luhmann meint, dass dies in Rückgriff auf die Vorstellung “Action is System” geschehen […]

Niklas Luhmann – Einführung in die Systemtheorie

Im Wintersemester 1991/1992 hat Niklas Luhmann an der Universität Bielefeld eine Vorlesung, bestehend aus 14 Sitzungen, zum Thema “Einführung in die Systemtheorie” gehalten. Diese Vorlesung kann als Audioaufzeichnung beim Carl-Auer Verlag für fünf Euro pro Sitzung käuflich erworben werden. In diesem und zukünftigen Blogbeiträgen versuche ich die Sitzungen sowohl inhaltlich zusammenzufassen und dabei nachzuvollziehen, als […]

Harold Garfinkel – Kommunikative Dekonstruktion von Intersubjektivität

Professor Dr. Ludwig Schneider leitet die Skizzierung der Perspektive von Harold Garfinkel ein, mit der Herleitung, dass bei George Herbert Mead alles daraufhin ausgerichtet ist, zu erklären, wie Intersubjektivität auf der Ebene gemeinsam geteilten subjektiven Sinnes möglich ist. Da der “generalised other” bei Mead seinen Schwerpunkt in der Ebene der regelgeleiteten Kommunikation (game-Phase) hat, könnte […]

George Herbert Mead – Handlungssinn als Produkt sozialer Interaktion

Bislang wurde Handlungssinn in den Mitschnitten der Veranstaltung Handlungstheorie definiert, durch die Sinnvermeinung der Akteure im subjektiven Sinn. Handlungssinn ist also der Sinn, den Akteure selbst mit ihrem Handeln verbinden. Interaktion wurde definiert als der Prozess, in dem die subjektiven Sinnzuschreibungen, die Akteure mit ihrem Handeln verbinden, so miteinander verknüpft werden, das auch andere den […]

Alfred Schütz – Das Problem der Intersubjektivität

Da ich mich als Vorbereitung auf ein Referat über Sozialisation nach Nichtversetzung gerade mit dem symbolischen Interaktionismus und mit George Herbert Mead beschäftige, freut es mich, dass der Name Mead auch im Titel der neunten Sitzung Handlungstheorie enthalten ist. Zunächst geht es jedoch, anschließend an die letzte Sitzung, erneut um intersubjektives Verstehen und das, was […]